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Geschrieben von: Sören Wittstock   
Freitag, den 28. August 2009 um 11:23 Uhr

Geh in die Kirche, da kannst du was lernen!

So, oder so ähnlich kann man "Die Orgelmaus" das Gesprächskonzert auch betiteln. Kantor Staude bearbeitete das Orginal von Karl-Peter Chilla für die Jehmlich-Orgel und machte daraufhin den Schulen der Stadt Lößnitz das Angebot, den Schülern einmal die Orgel zu erklären. Natürlich auf kindgerechte Weise.

Dem Angebot folgte dann auch die ganze Grundschule Lößnitz Neustadt und die 5. und 6. Klasse der Mittelschule.

Schnell in die St. Johanniskirche!
Da oben, schau mal!
 
Nicht schubsen!

So stürmten, mehr oder weniger geordnet, etwa 160 Kinder heute Morgen um kurz vor 10 Uhr in die St. Johanniskirche und ließen sich von Kantor Jens Staude und seiner Frau Christina die Orgel näher bringen.

Boar ist die groß!

Wo ist die Orgel? - Aha! Da oben!

Einführung von Kantor Staude - Warten auf die Nachzügler.

Erst gab es eine kleine Einführung unten im Kirchenschiff. Als die Nachzügler endlich da waren gingen alle auf die zweite Empore, von der man die Orgel ganz besonders gut sehen kann.

Wie die Orgelpfeifen...

Gehts los?

Natürlich wäre die Orgelmaus nichts ohne Maus. Christina Staude schlüpfte in die Rolle des vorlauten Nagers, wollte alles genau wissen und hatte immer etwas von ihrer Tante Auguste zu erzählen. Der Orgelmaus musste auch erklärt werden, daß ein Klangspektrum nichts mit Mäusespeck zu tun hat.

Hier kommt die Maus!

Sind schon alle da?

 Fragen mit der Maus.
Fragen konnte man natürlich auch stellen.

Es gab sehr viel zu lernen. Schon seit über 4.000 Jahren gibt es Orgeln, aber erst seit etwa 600 Jahren stehen sie in Kirchen. Natürlich wissen die Schüler jetzt auch, daß die Röhren Pfeifen heißen und das es ganz unterschiedliche gibt. Welche aus Metall, genauer aus  Zinn und Blei, und andere aus Holz. Die aus Metall machen einen klaren hellen Ton und die aus Holz einen samtig weichen Ton.

Es gibt kleine Pfeifen für die hohen Töne und ganz lange für ganz tiefe Töne. Manche Pfeifen haben sogar einen Deckel, das nennt sich dann Gedacktpfeife. Andere Pfeifen haben innen ein kleines Metallplättchen, die schnarren dann wie eine Mundharmonika und heißen Zungenpfeife.

Eine Pfeifenfamilie in der Jehmlichorgel in Lößnitz.

Eine Pfeife macht natürlich keine Orgel, so stehen die Pfeifen schön nebeneinander in Pfeifenfamilien, die der Organist - der Orgelspieler - auch Register nennt. Damit kann man ganz unterschiedliche Klangfarben erzeugen und mit Tönen malen.

Manuale und Register der Lößnitzer Orgel.

Die Lößnitzer Orgel hat 55 solcher Register und in der Orgel stehen über 3.400 Pfeifen. Die Register kann man über die schwarzen, runden Knöpfe neben den Tasten ein- und ausschalten. Die weißen und schwarzen Tasten die nebeneinander liegen nennt man auch Manual und unten gibts große Tasten für die Füße, die heißen Pedal.

Pedale der Lößnitzer Orgel

 Die Pedale der Orgel.

Orgelempore über dem Eingang der St. Johanniskirche

Die Kinder haben auch gelernt, daß die Orgel dieses Jahr 110 Jahre alt geworden ist und man für eine neue Orgel von der Größe über eine Million Euro bezahlen müsste.

Orgelmaus und Organist

Die Orgelmaus durfte dann sogar auch mal auf der Orgel spielen.

Jehmlich-Orgel aus der Nähe.

Natürlich wurden die Kleinen bestens unterhalten und durften auch ganz nah an die Orgel ran. Da staunten selbst die Lehrer.

Kleine Pfeifen und große...

Da vorne konnte man sich auch einmal die Pfeifen aus der Nähe betrachten. Auf den Stühlen liegen Prinzipal, Spitzflöte, Trompete und Gedacktpfeife. Die beiden kleinen Orgelpfeifen sind Siffflöten.

Einfach riesig!

Einfach riesig, diese Orgel.

Am Nachmittag kamen noch einmal 40 Kinder mit ihren Eltern und Großeltern in die Kirche um sich die zweite Vorstellung anzuhören. Da ließ sich Kantor Staude dann auch erweichen und öffnete die Orgel. Alle konnten mal durchlaufen und das Instrument von innen betrachten.

Ein Blick ins Innere.

 Nicht verlaufen!

Innen gibt es drei Etagen.

Da geht es noch Zwei Stockwerke weiter nach oben.

Bis ins Detail erklärt von Kantor Staude.

Manche wollten es ganz genau wissen, kein Problem für Kantor Staude. Er klettert hier schon seit Jahrzehnten drin rum.

Für jede Taste ein Röhrchen.

Hinterm Spieltisch gibt es eine Menge Röhrchen, für jede Taste eins.

Die Maus beim Speckverteilen.

Am Ende verteilte die Orgelmaus auch noch leckeren Mäusespeck - auch für die Großen.

Wollen Sie einmal in die Orgelmaus reinhören?

 Kantor Staude stellt sich vor
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Notenbüchlein für Anna-Magdalena Bach - das Menuett
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Drei Chinesen mit dem Kontrabass
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Ganz laut: Die Eurovisionsfanfare
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 Bach Toccata
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Wer die Orgelmaus verpasst hat, keine Bange, Sie kommt wieder. Wann genau erfahren Sie hier auf www.kirche-loessnitz.de und in den Kirchennachrichten der Gemeinde.

 

 


 

Kleine Taten, die man ausführt, sind besser als große, die man plant.
(George C. Marshall)

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