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Konfirmation 2010 Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sören Wittstock   
Sonntag, den 28. März 2010 um 13:32 Uhr

Ende und Anfang - die Konfirmation

12 Konfirmanden sagen Ja zu Gott

Am Palmsonntag kam das Ende der Konfirmandenzeit für 12 unserer Jugendlichen. Es war Konfirmation in Lößnitz. 

Blick von der dritten Empore in die gefüllte St. Johanniskirche.

Eineinhalb Jahre haben diese zwölf sich Woche für Woche im Gemeindesaal getroffen und haben gelernt und diskutiert über Gott und die Welt, über Jesus, warum Gott in die Welt gekommen ist oder kurz gesagt, über die Grundlagen des Christlichen Glaubens.

Pfarrer Dr. Bartels hatte ab und zu so seine liebe Not mit den Konfis, zog aber eine äußerst positive Bilanz. "Da ist etwas hängengeblieben." sagte er zum Konfivorstellungsgottesdienst vor ein paar Wochen.

Vorbereitung im Gemeindesaal

Kurz vor Beginn des Konfirmationsgottesdienstes trafen sich die Konfirmanden, Pfarrer Dr. Bartels und Vertreter des Kirchenvorstandes im Gemeindesaal.

Probe des Jugendchores auf der Orgelempore.

Währenddessen probte der Jugendchor noch auf der Orgelempore in der St. Johanniskirche. Sowohl deutsche, als auch englische Lieder standen auf dem Programm, auch eine Auskopplung aus einem Musical war zu hören.

Gleich gehts los! - Endlich Konfirmation.

Das Lampenfieber der Konfis wurde im Gemeindesaal einfach weggelacht. Es zog die Vorfreude ein. Ein Freudenfest sollte es heute werden, dafür haben sich auch alle herausgeputzt, bis auf die Pfarrer, die "nur Arbeitskleidung" trugen.

Programmänderungen?

Ein Festgottesdienst hat natürlich auch ein Festprogramm und Änderungen müssen mit allen Beteiligten abgestimmt werden. Pfarrer Dr. Bartels bekommt die letzten Details von Kantor Staude gezeigt.

Blechbläser vs. Wind

Draußen wurde derweil "zum Sammeln geblasen". Die Blechbläser spielten vor der Kirchentür den Gästen ein Lied.

Einzug der Konfirmanden.

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Doch dann ging es endlich los. Die Gemeinde erhob sich von den Plätzen. Von der Orgel begleitet und eingerahmt zwischen den Vertretern des Kirchenvorstandes und den beiden Pfarrern zogen die Konfirmanden in die St. Johanniskirche ein.

Auf dem Altarplatz.

Für die Konfirmanden gab es natürlich Ehrenplätze im Altarraum. Pfarrer Bartels sprach ein paar Worte zur Begrüßung.

Kameras waren auch dabei.

Die Konfirmation ist für alle Beteiligten etwas ganz besonderes. Noch in Jahrzehnten möchte man sich daran erinnern, deshalb wurde der Gottesdienst aus mehreren Perspektiven gefilmt.

Volles Haus in der St. Johanniskirche Lößnitz.

Jeder Konfi hatte natürlich seine Familie, seine Paten und Freunde dabei, deshalb war die Kirche auch voll. Der Kirchenvorstand hatte reservierte Plätze in der ersten Reihe.

So manche unebene Bahn kann einem im Leben mit Gott begegnen. Manchmal gibt es Sackgassen und nur Umkehr bringt einen vorwärts. Im Glauben muss man immerwieder auftanken.

Dann kam die Predigt. Pfarrer Dr. Bartels griff das Thema wieder voll aus dem Leben: 'Im Glaubensleben geht es manchmal zu wie im Straßenverkehr.' Das hat wohl jeder verstanden.

Lesung und Predigt:

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 Jeder Konfirmand erhielt seine Urkunde mit seinem Konfirmationsspruch.

Dann kam das Wichtigste am ganzen Konfirmationsgottesdienst. Die Konfirmanden hatten mit der Gemeinde das Apostolische Glaubensbekenntnis gesprochen, sich damit öffentlich zu dem Dreieinigen Gott bekannt. Sie haben sich entschieden, daß sie konfirmiert werden wollen, also ab sofort vollberechtigte Gemeindeglieder sein wollen. Daraufhin wurden sie von Pfarrer Bartels gesegnet. Pfarrer Becher verlas die Konfirmationssprüche, die auf den Urkunden stehen.

Der Auszug.

Am Ende des Gottesdienstes verließen die Konfirmanden hinter Pfarrer Becher und Pfarrer Dr. Bartels die St. Johanniskirche. Danach folgte der Kirchenvorstand und der Rest der Gemeinde.

Fuge "d-moll" zum Auszug:

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Fototermin.

Dann kamen aber alle (nun ehemaligen) Konfis schnell wieder, denn es war Fototermin. Nun konnte auch mit Blitzlicht fotografiert werden. Während des Gottesdienstes stört Blitzlicht sehr, vor allem auf den Videoaufnahmen.

Das Ende

Mit dem Palmsonntag ging für diese Jugendlichen nun eine schöne gemeinsame Zeit zu Ende. Als Konfis werden sie nie wieder zusammenkommen, oder gar auf Rüstzeit fahren. Sie sind jetzt Gemeindeglieder mit allen Rechten und Pflichten. Sie dürfen ab jetzt selbst Taufpate sein, sie dürfen den Kirchenvorstand wählen, sie dürfen sich selbst der Wahl zum Kirchenvorstand stellen und sie dürfen am Abendmahl teilnehmen. Die erste Gelegenheit werden sie zum Gründonnerstag haben.

Doch auch für die Paten ist ein Ende gekommen. Formal endete mit der Konfirmation die Patenschaft. Der "Anwalt" des Kindes wird nun nicht mehr gebraucht, denn das Kind ist nun kein Kind mehr und kann seine Interessen selbst vertreten.

Der Anfang

Doch mit der Konfirmation wurde auch ein Anfang gemacht. Ein Anfang bei dem diese 12 sich öffentlich zu Gott bekannt haben. Sie wollen Christen sein. Vor ein paar Wochen schrieben die Konfis Aufsätze zum Thema Taufe, Christsein heute und zur Jahreslosung 2010.

Hier ein paar Auszüge.

Franziska:

Was für mich als Christ total cool ist, ist, dass Gott mich seine Liebe spüren lässt. Wenn ich bete, fühle ich mich wie von Gott in den Arm genommen. Und wenn ich weine, sitzt mein Bruder Jesus neben mir und tröstet mich. Und wenn ich Lobpreislieder singe, hab ich ein Dauergrinsen im Gesicht. Und wenn ich Bibel lese oder andere von Gott reden höre, verstehe ich meistens wirklich, was Gott mir sagen will – was noch nie etwas wirklich Negatives war. Höchstens mal eine Warnung oder so. Ich weiß, dass diese Freude oder diese Liebe nur von Gott kommen kann, weil sie einfach so toll ist, dass kein Mensch sie mir geben könnte.

Saskia:

Jeder Mensch sündigt hin und wieder, aber es ist einfach toll, dass Jesus für uns gestorben ist und dass Gott uns immer wieder vergibt, wenn man seine Sünden eingesehen hat. Auch wenn ich mal Fehler mache, Gott liebt mich trotzdem. Dass ich jetzt bald konfirmiert werde, ist für mich eine tolle Gelegenheit, Ja zu Gott zu sagen, denn bei der Taufe hat Gott Ja zu mir gesagt, und jetzt kann ich das bestätigen.

Lisa:

Christ sein ist gar nicht so einfach. Denn er sollte sich an die 10 Gebote halten, nicht gegen sie versoßen. Sicher hat jeder schon einmal ein Gebot gebrochen. Neid, Eifersucht, Hass, Lüge und Ungerechtigkeit sind doch allen bekannt.

Ich frage mich, wofür Gott das Christentum gemacht hat. Zur Verbreitung seiner Existenz? Manchmal wundere ich mich auch, wie Gott uns immer all die Liebe schenken kann, wo er doch so oft von uns enttäuscht wird. Ist es vielleicht auch die Aufgabe eines Christen, Gott einmal zu zuzuhören, ihn zu trösten. Geben wir, die Christen, ihm neue Kraft, neuen Mut, wenn er an seinen Entscheidungen zweifelt? Helfen unsere Gebete ihm, dass er nicht verzweifelt an der Menschheit? Ist ein Christ also auch für Gott da und wichtig?

Im Grunde kann man sich freuen, wenn man Christ ist. Es gibt viele Möglichkeiten, wo man sich mit Leuten treffen kann, die dasselbe denken. Da entstehen viele neue und tiefe Freundschaften, für die man dankbar sein kann. Und außerdem hat man etwas, worum man wirklich von alle beneidet werden könnte. Einen superguten Freund, der dir immer treu ist und dich bedingungslos und unendlich liebt. GOTT.

Martin:

Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Für mich ist das ein Zugeständnis, das Gott mir gibt, denn in jeder Lebenslage kann ich Schutz bei ihm suchen und er wird mich aufnehmen. Ich muss mir keine Gedanken mehr machen, was morgen Schlimmes passieren könnte, weil Gott mir immer hilft, wenn ich in Schwierigkeiten komme, solange ich nur an ihn glaube. Andererseits zeigt mir die Jahreslosung aber auch, dass auf jeden Fall Tiefen in meinem Leben auftauchen werde, die mir sehr viel Sorgen machen werden. Doch selbst dann gilt: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln!"

Noch mehr zum Konfileben und Selber-Konfisein erfährt man im Vorstellungsbeitrag der Konfirmanden.

 

Zum Rückblick auf die Konfirmation in Alberoda.


 
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