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| Musikfest Erzgebirge Lößnitz |
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| Geschrieben von: Sören Wittstock | |||
| Sonntag, den 12. September 2010 um 01:45 Uhr | |||
Bergstadt Lößnitz feierte SängerfestKantoreien, Philharmonie, Kammerchor und Simon Halsey gaben KonzertDas Musikfest Erzgebirge war schlichtweg das kulturelle Großereignis im September. Über 10 Stationen gaben Künstler von hervorragendem Ruf ihr Können zum Besten. Und die alte Bergstadt Lößnitz empfing als einer der Veranstaltungsorte die erzgebirgischen Kantoreien, den Dresdener Kammerchor, die Robert Schumann Philharmonie Chemnitz und als Dirigenten den Londoner Simon Halsey. Über 300 Sängerinnen und Sänger trugen Teile aus Händels weltberühmten Oratorium "The Messiah" vor. Teils in der Originalsprache Englisch, teils auf Deutsch, erklangen die Stücke in der größten, klassizistischen Kirche des Erzgebirges.
Den Messias auf englisch zu singen machte selbst den am Anfang pessimistischen unter den Sängern Spaß. Zur Hauptprobe des Chores wurde auch noch mehrmals das "th" geübt, bis es wirklich saß. Die schiere Größe des Chores motivierte auch die zaghaftesten unter den Sängern zu Bestleistungen, die auch dem Dirigenten ein anerkennendes "You are well prepared" entlockten. Für Simon Halsey, den Londoner Master of Music, seines Zeichens Grammy-Preisträger und musikalischer Partner von Sir Simon Rattle, war nur die Umgebung neu. In Lößnitz war er am Donnerstag zur Hauptprobe der Kantoreien das erste Mal, aber "The Messiah" kennt und dirigiert er fast auswendig.
Zur Einstimmung sangen die Dresdener Sänger Werke von Herbert Norman Howells, James MacMillan und Charles Hubert Hastings Parry. Nach den Kompositionen dieser drei ertönte die Overtüre des Messiah. Und zum Halleluja, dem wohl berühmtesten Chor aus dem wohl berühmtesten Oratorium, erhoben sich die Gäste, ganz traditionsgemäß um zum Lob Gottes anzustimmen. Die St. Johanniskirche war gefüllt wie sonst nur an Weihnachten. Die über 500 Gäste des Abends waren von dem gewaltigen Chor der Kantoreien ebenso begeistert, wie dem absolut sauberen Klang des Dresdener Kammerchores und der Robert-Schumann-Philharmonie. Die Solisten Ute Selbig (Sopran) und Andreas Scheibner (Bass) überzeugten auf ganzer Linie. Der mehrminütige Applaus nach dem Schlusschor ebbte erst ab, als Simon Halsey anbot das Halleluja noch einmal singen zu lassen. Dresdner Kammerchor singt Howells
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Das Sängerfest war ein Tribut an die Jahrhunderte alte Tradition der Erzgebirgischen Kantoreien. An kaum einer anderen Stelle kommen regelmäßig so viele Laiensänger zusammen um gemeinsam zu musizieren, wie in den Kantoreien des Erzgebirges. Ein Konzert mit diesen Sängerinnen und Sängern war, wie Hans-Christoph Rademann sagte, ein Versuch, einmal zu sehen, ob uns das Miteinander der Weltstars und der Musiker der Region gefällt, ob es uns Spaß macht.















