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Weihnachtskonzert Winkler Gymnasium Aue Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sören Wittstock   
Samstag, den 08. Januar 2011 um 01:41 Uhr

Weihnachtskonzert

Clemens-Winkler-Gymnasium kam nach Lößnitz

Am Abend des 7. Januar gaben die Schüler des Clemens-Winkler-Gymnasiums Aue ihr Weihnachtskonzert in der St. Johanniskirche in Lößnitz. Nachdem am eigentlichen Termin im Dezember die Schule wegen der Schneemassen geschlossen bleiben musste, wurde auch das Konzert abgesagt.

über 120 Schüler auf dem Altarplatz der St.Johanniskirche in Lößnitz

Rektor Wolter und Kantor Staude klärten schnell einen Ausweichtermin.

Die Besucher der vollen Kirche konnten einen weihnachtlichen Querschnitt erleben. Teils routiniert, teils aufgeregt gingen die über 120 Schüler des Auer Gymnasiums ihr großes Konzert an.

Weihnachtslieder, traditionelle und neue, einheimische und internationale, standen auf dem Programm. Die Schulchöre, Bläser, Orchester, Flöten, eine Vokalgruppe und Gesangs- und Instrumentalsolisten traten auf. Gemeinsam sangen und musizierten sie Lieder wie "Rudolph, the red nosed reindeer", "Macht hoch die Tür", "White Christmas" und noch mehr als 20 andere. - Ein volles Programm also.

Es ist erstaunlich, was ein Gymnasium alles aufbieten kann und wie vielfältig die Schüler musikalisch aktiv sind. Dabei kann das Gymnasium nicht nur die Früchte anderer, wie der Musikschule, den Gemeinden und diverser Privatlehrer ernten. Nein, die Musik nimmt in Aue dankenswerterweise einen hohen Stellenwert ein. Flöten- und Keyboardspiel gehört sprichwörtlich "zum guten Ton". Gemeinschaftssinn wird durch das gemeinsame Konzertieren gefördert.

So konnten die Gäste erleben, wie Talente entstehen und reifen. Wie aus den teils dissonanten Kinderstimmen langsam stabile Tonlagen werden, konnte man im Konzert ebenso hören, wie aus den Flötenanfängern mit Fleiß und Übung echte Flötenspieler werden.

Chopin 1849 - einziges, bekanntes FotoAber ein großes Konzert braucht natürlich seine großen Solisten. Von denen hat das Clemens-Winkler-Gymnasium mindestens zwei abbekommen; Kevin Tautenhahn und Tobias Möckel. Beide haben sich den Tasteninstrumenten verschrieben. Tobias Möckel spielte mit Leichtigkeit den Walzer in cis-moll von Frédéric Chopin. Die Leichtigkeit und wohl auch die Unbekanntheit dieses Werkes unter seinen Altersgenossen sicherte ihm die Aufmerksamkeit.

Kevin Tautenhahn freute sich wohl besonders über den Aufführungsort des Weihnachtskonzertes, denn so konnte er eine Toccata auf dem vollpneumatischen Werk der Jehmlich-Orgel spielen und erhielt dafür auch einen besonders starken Applaus vom Publikum geschenkt. Seine Wege werden ihn nach dem Abitur nach Leipzig führen, Organist zu sein, das ist sein Traum.

Für Rektor Wolter war es auch das bisher schönste Weihnachtskonzert, seit er an der Schule ist. Von der unerwarteten Größe der St. Johanniskirche, die er bisher nur von außen gesehen hatte, war er sehr angetan; "Es passt einfach alles zusammen, der Raum, die große Orgel, die Stimmung", testierte er nach dem Konzert.

Frau Becher und Frau Olschewski, Musiklehrerinnen und musikalische Leiterinnen des Abends, waren ebenfalls erleichtert und wurden mit Glückwünschen überschüttet. Sie hatten besonders viel Arbeit investiert und waren dankbar, daß es sich gelohnt hat.

Alles in Allem war es ein sehr schönes und abwechslungsreiches Programm, frech und munter moderiert, bedeutend mehr wert als drei Euro Eintritt und eine Abfuhr an alle, die bei der Kultur den Rotstift ansetzen wollen.

 

Bilder des Abends:

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