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Salzmarkt 2011 Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sören Wittstock   
Montag, den 20. Juni 2011 um 08:25 Uhr

Salzmarkt Lößnitz 2011

Jahrhundertereignis Glockenweihe

Jedes Jahr am dritten Juniwochenende findet in Lößnitz der traditionelle Salzmarkt statt. Dieses Jahr gab es ein Jahrhundertereignis als Höhepunkt.

Glockenweihe 2011

Die neuen Glocken für die St. Johanniskirche wurden im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes am Sonntag geweiht.

Der Gottesdienst auf dem Marktplatz in Lößnitz war wie immer gut besucht. Sitzbänke waren reichlich vorhanden, aber dennoch mussten sich etliche Besucher mit Stehplätzen begnügen.

Im Gottesdienst sangen und spielten die kirchenmusikalischen Kreise auf der Bühne unter Leitung von Kantor Staude. Die Lößnitzer Kinder hatten in der Christenlehre und im Mutti-Kind-Kreis selbst kleine Glocken gebastelt. Im Gottesdienst konnten sie ihre kleinen Glocken mit an den provisorischen Glockenstuhl auf dem Markt hängen.

Die Predigt zur Glockenweihe war dreigeteilt. Zu jeder Glocke und ihrem Spruch hielten Pfarrerin Bartels, Pfarrer Dr. Bartels und Superintendent Uhlig eine Kurzpredigt. Nach jeder dieser kleinen Predigten gingen sie hinüber zu den Glocken und weihten jeder eine Glocke. Direkt nach der Weihe einer Glocke wurde sie zum ersten Mal angeschlagen. Mit einem Holzbalken schlugen die Vertreter des Kirchenvorstandes die große Glocke, die Sterbeglocke, an. Die Mitglieder der Allianzgemeinden und der Stadt schlugen die Mittlere Glocke, die Gebetsglocke, an. Die Kleine Glocke, die Taufglocke, durften die Kurrendekinder mit Kantor Staude anschlagen.

Die Predigten zur Glockenweihe
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Nach dem Gottesdienst konnten die Besucher in der St. Johanniskirche einen Film mit Informationen zur Entstehung von Glocken bei der Gießerei in Passau anschauen. Am frühen Nachmittag wurde die Glocken wieder auf ihre Wägen abgesenkt und bis zur Fertigstellung des Glockenstuhls und der Umbauten am Glockenturm eingelagert.

Rückblick

Am 20. Mai wurden die Glocken in Passau gegossen. Ungewöhnlich für die Gießerei war der Auftrag gleich in zweierlei Hinsicht. Die "Schillingsche Rippe", die aus den Beständen der Apoldaer Gießerei stammt, wird nur selten gegossen. Da die Glocken später einmal mit dem Lößnitzer Bronzeglockenspiel harmonieren sollen, wurde diese Rippenform gewählt. Noch ungewöhnlicher ist der Entwurf der Glockenzier von Tobias Michael. Sonst ist die Glockenzier symmetrisch, aber bei unseren Glocken läuft die Schrift, sie wird lebendig. Ausführlich stellte Tobias Michael seinen Entwurf bereits beim Informationsabend zum Glockenprojekt vor.

Den Salzmarkt konnten die Besucher dann beispielsweise beim Kirchenkaffee oder am Bastelstand der Gemeinde genießen und am Abend im Weinkeller unter dem Pfarramt bei Livemusik und erlesenen Getränken ausklingen lassen.

Bilder von der Glockenweihe

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Bilder vom Salzzug am Samstag

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Noch mehr Bilder vom Salzmarkt gib es auf der
Website der Bergstadt Lößnitz.

 

Quelle Audioaufnahme der Predigt: Powertechnik / Stefan Günther


 
„Und Sie zweifeln, dass die Menschen zwischen Gut und Böse zu unterscheiden wissen“, meint ein Pfarrer zum Kollegen. „Unterscheiden können sie schon“, meint der darauf, „aber halt nur bei den anderen.“
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