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Weihnachtskonzert Winklergymnasium 2011 Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sören Wittstock   
Dienstag, den 20. Dezember 2011 um 01:15 Uhr

Weihnachtskonzert des C.-Winkler-Gymnasiums Aue 2011

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... wächst in uns der Weihnachtsfriede

Kein ganzes Jahr mussten wir uns gedulden; da war es wieder da. Die Schüler des Auer Clemens-Winkler-Gymnasiums gaben das zweite Weihnachtskonzert in diesem Jahr.

Weihnachtskonzert des Clemens-Winkler-Gymnasiums Aue

Wieder strömten die Menschen in Scharen in die St. Johanniskirche. Die Erwartungen waren groß und die Sitzplätze schnell vergeben.

Warum wird ein über zweistündiges Konzert nicht langweilig? - Weil es abwechslungsreich ist. Beim ersten Blick auf das 28 Punkte umfassende Programm kann es einem schon mulmig werden. Werden "die" das jetzt runterreißen, damit sie schnell fertig werden? Wie sich herausstellte, war das eine völlig unbegründete Sorge.

Das Wiedersehen mit dem musikalischen Teil des Gymnasiums machte mit jedem Stück mehr Spaß. Chöre, wohlgemerkt mehrere Chöre, Gesangssolisten, ein Schulorchester, Flötenspieler, Blechbläser und eine Vokalgruppe wurden aufgeboten.

Der Abend begann mit "When a child is born" (Melodie wie "Tränen lügen nicht"), vorgetragen von Anja Jurleit und Anna Leichsenring mit Unterstützung aller Mitwirkenden. Danach begann die freche Moderation von Marie Hahn und Timmy Strauß. Timmy hatte sich anscheinend verlaufen. Mit Atomkraftgegner-T-Shirt wollte er eigentlich die CO2-Produzenten im Publikum, insbesondere Autobesitzer, kurzerhand vor die Tür setzen. Ein roter Faden der immer wieder aufgegriffen wurde.

Internationales trugen die Schüler ebenso vor, wie unsere Erzgebirgische Folklore. Über Regionen wie Kärnten mit dem Lied "Guten Abend, schön Abend", durch unser Erzgebirge mit "De Peremett" zog man bis ins Schottland des späten 16. Jahrhunderts mit "Greensleeves". Von bekannten Adventsliedern wie "Macht hoch die Tür", vorgetragen von den Bläsern, bis zum hier relativ unbekannten "Bajuschki baju", einem kaukasischen Wiegenlied, konnten die Gäste einen Querschnitt durch das Advents- und Weihnachtsliedgut der Welt hören.

Franz Liszt (1811-1886)Etwa beim Drittel der Programmpunkte begann das Konzert der Soloinstrumentalisten im eigentlichen Konzert. Ein Konzert ist ein musikalischer Wettstreit. Er wird nicht auf der Rennbahn ausgetragen, sondern auf den Instrumenten. Tobias Möckel legte mit "Schneegestöber" von Franz Liszt vor. Leider war das Stück recht kurz. Kantor Jens Staude und Johann Staude legten nach. Eine Improvisation auf "Es kommt ein Schiff geladen" und "Fuge in d" für Orgel und Schlagzeug, das legt die Latte für alle noch folgenden Programmpunkte hoch.

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Annika Hertig, von der wir in den nächsten Jahren noch einiges erwarten können, zog mit ihrer Flöte nach. Für den ersten Satz Georg Friedrich Händels "Flötensonate in F" wurde sie von Tobias Möckel begleitet.

Léon Boëllmann (1862-1897)Auf der Orgelempore klickten derweil die Hebel der Register in Stellung. Kantor Staude und Kevin Tautenhahn registrierten die Orgel für Léon Boëllmanns bekanntestes Werk, die "Suite gothique". Irgendwo haben einige der Gäste diese Melodie schon einmal gehört. - Aber auf einer der größten, romantischen Orgeln Sachsens? Das machte Eindruck, davon will man mehr hören. Und das wird man auch noch. Kevins Weg an die Musikalische Hochschule ist vorgezeichnet, vielleicht führt er später zurück in die Haamit.

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"Merry Christmas Everyone" hieß es zum Abschied. Frohe Weihnacht Allen, vorgetragen von Anna Leichsenring mit allen Mitwirkenden. Wieder haben Frau Becher und Frau Olschewski, die Musiklehrerinnen des Gymnasiums, einen Konzertabend zusammengestellt, der kein Playback brauchte und das Publikum zwei Stunden bei Laune hielt.

Nur schwer kann man ein solches Konzert zusammenfassen. Ein großes Aufgebot an Technik für die Beschallung und vor allem die Beleuchtung der Kirche hat seine Balance in der Musik gesucht und gefunden. Es war alles dabei, was ein Konzert braucht, das die Vielfältigkeit der musikalischen Begabungen seiner Schüler widerspiegeln soll. Es ist gut, daß wir diesen Nachwuchs für unsere Kultur und unsere gesellschaftliche Identität haben. Es ist noch besser zu sehen, daß den Kindern und Jugendlichen Spaß macht, was sie von Eltern, Schulen, Gemeinden und etlichen Privatlehrern vermittelt bekommen.

Weihnachten ist auch die Zeit der Dankbarkeit für Dinge die man sich nicht erarbeiten, sondern nur geschenkt bekommen kann. So danken wir als Gemeinde den Schülern und Lehrern des Gymnasiums, daß Sie in unserer Kirche zu Gast waren. Wir danken allen Besuchern des Konzertes auch für Ihre finanzielle Unterstützung.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und laden Sie auch zu den kommenden Veranstaltungen ein.

 

Die 33 Bilder des Abends:

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