Kirche Lößnitz - Affalter informiert: Aktuelle Infos Glockenbaustelle XV
Glockenbaustelle XV Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sören Wittstock   
Sonntag, den 22. Januar 2012 um 00:00 Uhr

Glockenbaustelle - Teil 15

läutefertig - fast

In der letzten Woche hat sich viel getan. Die Glocken wurden aus der Brauthalle gebracht und hoch in den Turm gehoben und seit Samstag hängen alle drei Glocken in ihren Jochen.

Joche

Der Aufstieg in die Glockenstube ist nach wie vor nur über schwankende Leitern möglich. Oben wird man jetzt mit dem Anblick eines fast fertigen Geläuts belohnt.

In dieser Woche ging es wieder Schlag auf Schlag. Bevor die Glocken vom Boden mittels Kran in die Glockenstube gehoben wurden, ertönten nach pernerscher Tradition drei Anschläge pro Glocke. Oben sorgten ehrenamtliche Helfer der Kirchgemeinde und Gunar Zerfaß, der Schwermonteur der Glockengießerei Perner, für einen reibungslosen Ablauf.

Am Donnerstag Abend waren alle drei Glocken schon an ihrem Platz auf den dicken Querbalken des Glockenstuhls abgestellt. Gegen Abkippen mehrfach gesichert, verbrachten sie die zweite Nacht gemeinsam im neuen Zuhause. Das Zuhause wurde diese Woche auch noch wetterfester, denn auf drei Seiten sind die Schallläden fertig montiert. Nachdem die Glocken durch die Öffnung auf Marktseite in die Glockenstube gelangt sind, wird auch der vierte Schallladen an seinen Platz kommen.

Am Freitag abend hingen die große und die kleine Glocke schon in ihren Jochen. Die beiden Klöppel waren auch schon montiert.

Am Samstag bekam die mittlere Glocke auch ihr Joch und ihren Klöppel. Seitdem hängen die drei im neuen Glockenstuhl und könnten auch läuten. Aber der elektromagnetische Antrieb und seine Sicherheitsschalter fehlen noch. Die drei Schwerter liegen oben in der Glockenstube und werden bald auch noch ihren Platz neben den Glocken am Joch finden. An den Glockenstuhl kommt das Gegenstück, der große Elektromagnet. Der Elektriker hat an den Abenden Überstunden geschoben und ist zuversichtlich, seinen Part rechtzeitig fertigzustellen, damit die abschließenden Arbeiten dann durch die Glockengießerei erfolgen können.

In den Kirchennachrichten ist auf den voraussichtlichen Termin des Anläutens (12. Februar) schon hingewiesen. Doch spannen Sie die Ohren auf, sicherlich wird vorab schon probegeläutet.

Viele Bilder von der Baustelle:

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Nach dem dreimaligen Anschlagen, begleitet von vielen interessierten Blicken der Anwesenden startete die kleine Glocke ihre Reise in Richtung Glockenstube, wo sie mit ihren beiden größeren Schwestern ihr neues zu Hause finden wird. Mit größerem zeitlichen Abstand wurden danach die Große und zum Schluss die mittlere Glocke nach oben gebracht. Danach wurden noch weitere dringend benötigte Materialien in die Glockenstube gehoben. Das Wichtigste war das „Klöppeltrio“, was unsere Glocken zum Klingen bringen wird. Die Gewerke haben nun noch jede Menge zu tun, damit die Glocken ihren richtigen Platz finden. Der gesamte Bauablauf lehrt uns, Gott zu vertrauen, aber mit eventuellen Terminen für das erste Läuten vorsichtig zu sein.
Wir hoffen, dass die Glocken ab Mitte Februar läuten.

P.S. 1: Es ist gerade 17.41 Uhr und der Kran ist immer noch da, weil wir hoffen, dass es der letzte Kranhub für das Glockenprojekt ist.
P.S. 2: Es ist 18.17 Uhr und der Kran fährt ab, wir wünschen Allen einen gesegneten Feierabend – Danke!


 
Der erste Schluss der Weisheit: Alles anzweifeln. Der letzte Schluss der Weisheit: Sich mit allem versöhnen.
(Georg Christoph Lichtenberg)
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