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| Ziele |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 22. Juli 2009 um 00:00 Uhr | |||
Ganz licht und klar sein heißt: am Ziele sein.Bernhard von Clairvaux (1090–1153)![]() Wer möchte das nicht – am Ziel sein. Ankommen ist für alle, die unterwegs sind, wie ein großes Versprechen. Nach Hause zu kommen, ist für viele das schönste im Leben überhaupt. Am Ziel sein – das ist der Wunsch derer, die das Leben als Reise erfahren mit allem, was zu einer Reise an Schönem und an Erschrecken gehört: Verspätungen, Umwege, plötzliche Aufenthalte, aber auch die allmähliche Nähe und das Wiedererkennen der Heimat. „Ich bin am Ziel“, sagt einer, und legt befriedigt seine Arbeit aus der Hand, um endlich auszuruhen. Ganz irdisch ist dieser Wunsch: am Ziele sein; aber auch ganz himmlisch ist die Hoffnung, aufgenommen zu sein in Gottes ewiges Reich. So versteht es der Abt und Kirchenlehrer Bernhard von Clairvaux. Durch seine ungemein fesselnde Beredsamkeit und seine überaus bildhafte Predigtsprache bekam er im 15. Jahrhundert den Ehrentitel „honigfließender Lehrer“. Sein kleiner Satz vom Ziel ist zugleich irdisch und himmlisch gemeint. Wer sich einmal im Dunklen verirrt hat und vom Weg abkam, versteht diesen Satz sofort. Aber auch die, die sich in dunklen Tagen oder Wochen des Zweifels tastend bewegten, spüren die Wahrheit dieses Satzes. Der christliche Glaube ist längst nicht immer hell und klar. Die „Klarheit des Herrn“ wird uns im Alltag oft verdunkelt – auch ohne dass wir etwas dazu können. Auch darum spricht der Glaube so oft vom Licht oder bittet um das Licht. Damit wir klar sehen; damit wir besser erkennen; damit unsere Hoffnung wieder einen Grund hat. Und wo das alles einmal nicht ist, das bleibt doch immer noch das reine Festhalten am Versprechen unseres Gottes, dass wir einmal alle im Licht am Ziel sind, in der ewigen Heimat seines Himmels. Quelle Bild: L.Nahler
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