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Anmeldung
| Freude |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 15. Juli 2009 um 00:00 Uhr | |||
Freut euch in dem Herrn! (Philipper 3,1)
Kann man Freude anordnen oder dazu auffordern? Ich glaube, nein. Aber man kann an die Freude erinnern und an den Grund zur Freude, den wir Christen haben. Im Philipperbrief des Apostels Paulus ist „Freude“ eins der großen Themen, das er immer wiederholt. So schreibt er im direkten Anschluss an den Vers des Monatsspruches: „Dass ich euch immer dasselbe schreibe, verdrießt mich nicht und macht euch umso gewisser.“ Und später (4,4) heißt es: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich euch: Freuet euch!“ Offensichtlich ist der noch jungen Gemeinde – aufgerieben zwischen der jüdischen Religion auf der einen und dem römischen Staat auf der anderen Seite – die Freude des Glaubens abhanden gekommen. Wer könnte es ihnen verdenken? Führen in unseren Gemeinden doch oft nichtigere Anlässe dazu, dass die Glaubensfreude in den Hintergrund gedrängt wird. Deshalb gelten die Worte des Apostels auch uns. Und wir dürfen ihnen Glauben schenken, denn hier schreibt einer nicht von der Sonnenseite des Lebens, sondern bedrängt von Krankheit und Verfolgung. Und doch klingen seine Worte, trotz des Abstands von fast zweitausend Jahren, überzeugend, können mitreißen. Wie das sein kann? Vielleicht helfen die Zitate von zwei Theologen weiter. Der eine ist Augustinus, der sagt: „Wer Gott sucht, der findet Freude.“ Also nicht, Gott zu „haben“ – was sowieso nicht geht – sondern sich auf ihn auszurichten, ist eine Quelle der Freude. Das trifft auf Paulus zu. Seit seiner Bekehrung ist sein Leben ganz auf Gott hin orientiert. Der zweite Theologe, Karl Barth, ist der Meinung: „Freude kann man nur haben, indem man Freude macht.“ Auch das spiegelt das Leben des Paulus wider. All seine Mühen sind einzig darauf ausgerichtet, das Evangelium, die Frohe Botschaft, zu verkünden. Vielleicht kann man es mit einem Bild so beschreiben: Fest in der Welt stehen und seine Arbeit machen und zugleich den Kopf im Himmel haben und auf Gott hin orientiert sein. Und dabei darauf vertrauen, dass Gott uns immer hält. Diese Freude, so glaube ich, können wir auch erleben und weitergeben. In diesem Sinne: Trällern Sie doch einfach mal fröhlich das alte Lied von Paul Gerhard und August Harder "Geh aus mein Herz und suche Freud", laden Sie ruhig auch andere zum Mitsingen ein. Geh aus mein Herz und suche Freud Die Bäume stehen voller Laub Die Bächlein rauschen in dem Sand Die unverdroßne Bienenschar Der Weizen wächset mit Gewalt Ich selber kann und mag nicht ruhn Ach denk ich bist Du hier so schön Welch hohe Lust, welch heller Schein Oh wär ich da, o stünd ich schon Doch gleichwohl will ich weil ich noch Hilf mir und segne meinen Geist Mach in mir Deinem Geiste Raum, Erwähle mich zum Paradeis, Wenn Sie jetzt etwas geübt haben; die nächste reguläre Chorprobe ist voraussichtlich am 7. August, 20 Uhr im Gemeindesaal, Sie brauchen nicht vorsingen, Sie werden nicht bewertet, Sie sollen nur Mitsingen. - Kommen Sie hin, seien Sie da, haben Sie Freude am Singen. Zu jung für den Chor? Kein Problem. Für alle, die den Stimmbruch schon hinter sich haben gibts den Jugendchor. Der trifft sich schon 19 Uhr an gleicher Stelle. Sören Wittstock
Quelle Bild: Deike
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