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| Kein Gott |
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| Geschrieben von: Jugendpfarrer Dr. Bartels | |||
| Freitag, den 12. Juni 2009 um 08:51 Uhr | |||
Und wenn es Gott doch gibt?Andacht in der Kirchenvorstandssitzung am 11.6.09"Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott." Dieser Satz steht groß an einem Doppeldecker-Bus, der zurzeit durch Deutschland tourt. Und im Untertitel heißt es: „Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben.“ ![]() Bild von www . buskampagne . de Autor Evelin Frerk Spätestens seit dem Zusammenbruch des großen kommunistischen Experiments hat der Atheismus nicht gerade Hochkonjunktur gehabt in Deutschland und Europa. In den letzten Jahren aber scheint es wenigstens mit dem Selbstbewusstsein der Atheisten wieder bergauf zu gehen: Bereits beim Christival und jetzt auch auf dem Kirchentag in Bremen hat es Die Gegner des Religionsunterrichtes haben in Berlin einen hohen Sieg eingefahren. Und jetzt eben die Buskampagne, die bereits in England gelaufen ist und seit Pfingsten auch in Deutschland unterwegs ist. Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott. Was soll man als Christ dazu sagen? Man kann natürlich süffisant lächelnd sagen, wie ich in der Zeitung gelesen habe: Die Atheisten tun wieder einmal das, was sie immer tun: sie beschäftigen sich mit Gott. Und das ist ja tatsächlich ein Problem des Atheismus: dass er letztlich immer nur Gegenposition ist und nicht wirklich von sich aus etwas Positives zu sagen hat. Die Initiatoren der Buskampagne versuchen zwar, eine echte Position zu formulieren: Sie sprechen davon, dass die Aufklärung das Fundament unserer Gesellschaft ist. Und sicher hat die Aufklärung bei der Entstehung unserer heutigen Gesellschaft eine wesentliche Rolle gespielt – aber viel wesentlicher dürfte die Rolle sein, die die jüdisch-christliche Tradition dabei gespielt hat. Vor allem ist ja auch sehr fraglich, ob sich die Atheisten wirklich alle als Aufklärer verstehen. Viele Atheisten, z.B. die Heiden, die einfach einen Heidenspaß haben wollen, wissen ja nicht mal, was die Aufklärung eigentlich ist. Das könnte als Christ zum Atheismus man sagen. Aber es bringt wohl nicht viel, denn dann tun wir im Grunde selbst nichts anderes als die Atheisten: wir beschäftigen uns mit der Position der anderen. Aber ob der Atheismus das wirklich verdient, ist ja noch die Frage. Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott. Man sollte vielleicht einfach fragen: Und wenn es ihn doch gibt? Und genau das geschieht jetzt auch. Der Atheistenbus wird nämlich von einem zweiten Bus verfolgt, auf dem genau das zu lesen ist: Und wenn es ihn doch gibt? (Klammer auf: Die Atheisten haben natürlich nicht damit gerechnet, dass ihnen der Christen-Bus so die Show stiehlt. Offenbar wollten sie mit dem Christenbus im Gefolge nicht fotografiert werden – wenigstens nicht vor dem Brandenburger Tor, deshalb haben sie kurz vorher die Route geändert. Klammer zu)
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Und wenn es ihn doch gibt?Und wenn die Wahrscheinlichkeit, dass es ihn gibt, nur bei 1% liegt, will ich dafür die Ewigkeit aufs Spiel setzen? Das wäre leichtsinnig! Aber es geht ja beim Glauben nicht "nur" um die Ewigkeit. Es geht auch um das Leben auf Erden. Ich würde zwar nicht soweit gehen und behaupten, dass erfülltes Leben Glauben unbedingt braucht. Dazu gibt es zu viele Beispiele, die das Gegenteil nahe legen: Menschen, die ohne Gott glücklich zu werden scheinen. Jeder kennt wahrscheinlich solche Menschen. Aber ich glaube, dass der Glaube doch die Chance auf ein erfülltes Leben sehr erhöht. Denn der Glaube bewahrt uns davor, unser Herz an nichtige Dinge zu hängen. Der Glaube schützt uns vor Rattenfängern und Propagandisten, vor den Fängen der Mächtigen und der Werbestrategen. Der Glaube befreit uns von dem Zwang, alles selbst leisten zu müssen, von dem Zwang, aus eigener Kraft gerecht sein zu müssen. Der Glaube hilft uns, uns selbst nicht allzu ernst zu nehmen, auch mal über uns lachen zu können. Der Glaube gibt uns Hoffnung in hoffnungsloser Lage, er hilft uns zu reden in Situation namenloser Angst, er gibt uns Worte in Situationen überfließender Freude, er gibt uns Gelassenheit, wenn der Druck übermächtig wird. Glaube ist vielmehr als Moral, wie die Atheisten fälschlicher Weise meinen. Glaube ist die große Möglichkeit Gottes, wo der Mensch mit seinen Möglichkeiten am Ende ist. Und wenn es Gott doch gibt? Dann verzichten die, die ihn leugnen, auf seine Möglichkeiten – jetzt und in Ewigkeit. Deshalb ist es allemal besser an ihn zu glauben – und wenn die Wahrscheinlichkeit dass es ihn gibt, tatsächlich gering wäre. Amen. Die beiden Busse werden am Dienstag, den 16.06.2009 in Chemnitz eintreffen. Programm:11 + 17 Uhr kostenlose Stadtrundfahrt
16 + 17 Uhr Tanzgruppe
15 - 18 Uhr Angebote für Kinder
19 Uhr Open-Air Gottesdienst 20:15 Uhr Vortrag Dr.Ullrich (Spezialist für Embryologie)
Mehr Infos zum Christenbus gibt es auf Gottkennen.de
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