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Geschrieben von: Gastautor   
Mittwoch, den 02. September 2009 um 00:00 Uhr

Wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. (Lukas 12,34)

Herzenssachen - Woran hängt man in Lößnitz sein Herz?

Erst wenn man den ganzen, kleinen Abschnitt (Lukas 12,33-34) liest, dessen letzter Satz der Monatsspruch ist, wird die Dramatik dieser wenigen Worte deutlich. Da heißt es: „Verkauft eure Habe, und gebt den Erlös den Armen!“ Und ich will diesen Satz mit seinem von mir nicht erfüllbaren Anspruch erst einmal so gelten lassen; ihn nicht mit den Sachzwängen meines Alltags oder mit einem Verweis auf die damalige Situation relativieren.

Angesichts bestehender Ungerechtigkeiten und des durch Armut weltweit hervorgerufenen Elends will ich das mir Mögliche leisten, auch wenn es nur ein Bruchteil von dem ist, was Not-wendig wäre und was das Evangelium zu erwarten scheint. Es geht um ein „Alles-oder-Nichts“, aber nicht in dem Sinne, ob ich alles verschenke oder gar nichts gebe, sondern darum, worauf ich mein Leben baue, wem ich in meinem Leben vertraue und welches Ziel ich verfolge.

Der Monatsspruch steht am Ende des Abschnitts über die falsche und rechte Sorge, der mich dazu einlädt, das Reich Gottes in meinem Leben zu suchen. Es geht also primär nicht um das, was ich leisten kann, sondern um das, was Gott mir schenken möchte, wenn ich mich darauf einlasse.
Auf dem Foto sehen wir herzförmige Steine. Sie stehen in Tabgha am See Genezareth vor der „Kirche der Erscheinung des Auferstandenen“ und werden die „Throne der Apostel“ genannt.

„Wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.“ Für die Apostel war die frohe Botschaft vom angebrochenen Gottesreich, war die Gemeinschaft mit Jesus, mit dem Auferstandenen der Schatz ihres Lebens, daran hingen sie mit jeder Faser ihres Herzens. Darauf bauten sie ihr Leben wie die herzförmigen Steine wahrscheinlich die Basen von Stützpfeilern gewesen sind.

Darum geht es im Monatsspruch: Worauf baue ich mein Leben, was ist mir existenziell wichtig? Wenn ich mich dann für Jesus, für sein Reich entscheide, sind Nächstenliebe und Freigebigkeit die Konsequenzen – mal mehr oder auch mal weniger, je nachdem, was ich mir zutraue.

Quelle Bild: epd Bild


 
Der erste Schluss der Weisheit: Alles anzweifeln. Der letzte Schluss der Weisheit: Sich mit allem versöhnen.
(Georg Christoph Lichtenberg)
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