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| Der Teufel |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 23. September 2009 um 00:00 Uhr | |||
Der Teufel – lebt der eigentlich noch?
Das Entsetzen ist auch ein lukrativer Markt: Ganze Berufssparten leben von Tragödien und Schicksalsschlägen. Wer steckt hinter dem Schrecken, dem Tragischen und dem Bösen? Immer schon haben Menschen diese Frage gestellt; der Mythos, ein gefallener Engel wende die gute göttliche Macht zum Bösen, beschreibt das Rätsel nur, aber löst es nicht. Oft führen verhängnisvolle Mächte nicht zum Gelingen des Lebens, sondern lassen es scheitern. In der Bibel wird der fromme und gottesfürchtige Hiob zum Spielball einer Wette zwischen Gott und Satan: Wird er im Unglück Gott sein Vertrauen entziehen? Als Hiob Angehörige, Besitz und Gesundheit einbüßt, klagt er sein Schicksal Gott. Keine andere Adresse bietet sich ihm für sein Hadern. Hiob erkennt schließlich, dass der Schöpfer der Welt unendlich überlegen ist: „Wo warst du, als ich die Erde gründete?“, wird er von Gott gefragt und verstummt demütig (Hiob 38,4). Wegweisend ist der Schluss des Hiob-Buches. Offenkundig gibt es auf die Frage nach dem Woher des Bösen keine letzte Antwort. Es gilt umso mehr, sich vom Teufel in seinen Maskeraden und von allen bösen Mächten nicht beirren zu lassen, sondern ihnen zum Trotz in der Geduld und in der Hoffnung zu bleiben. Hiobs Schicksal wendet sich schließlich zum Guten. Schicksalsschläge sind nicht das Ende der Wege Gottes. Dem Schöpfer aller Dinge ist manches möglich. Wie heißt es im Choral: „Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht.“
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