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Geschrieben von: Gastautor
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Freitag, den 30. Oktober 2009 um 00:00 Uhr |
Zehn Jahre gemeinsame Erklärung
„Gemeinsam bekennen wir: Allein aus Gnade im Glauben an die Heilstat Christi, nicht auf Grund unseres Verdienstes, werden wir von Gott angenommen und empfangen den Heiligen Geist, der unsere Herzen erneuert und uns befähigt und aufruft zu guten Werken.“
So heißt es in der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“, die der Lutherische Weltbund und die katholische Kirche am 31. Oktober 1999, vor zehn Jahren, unterzeichnet haben.
Die gegensätzliche Auslegung und Anwendung der biblischen Botschaft von der Rechtfertigung waren im 16. Jahrhundert ein Hauptgrund für die Spaltung der Kirche. Deshalb ist für die Überwindung der Kirchentrennung ein gemeinsames Verständnis der Rechtfertigung unverzichtbar. Dass sich der Lutherische Weltbund und die katholische Kirche auf eine gemeinsame Sicht der Rechtfertigung einigen konnten, ist deshalb ein großer ökumenischer Schritt, der leider viel zu schnell in Vergessenheit geraten ist. Mehr noch: Diese Einigung selbst ist eine Gnade: Dass das, was in der Vergangenheit passiert ist, für die Zukunft nicht wichtig ist, dass die Vergangenheit die Zukunft nicht beherrscht.
Quelle Foto: KNA-Bild
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