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Anmeldung
| Seelsorge |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 18. November 2009 um 00:00 Uhr | |||
Seelsorge – nur eine pastorale Angelegenheit?
Als Luther 1537 in den Schmalkaldischen Artikeln den evangelischen Glauben zusammenfasste, betonte er den Wert des „mutuum colloquium et consolatio fratrum“ – des unablässigen Gespräches, in dem der geschwisterliche Trostzuspruch seinen Ort hat. Für ihn ist Seelsorge aber nicht die Kunst der vielen Wörter, sondern des rechten Wortes, das aus dem Hören erwächst und die Kraft des Evangeliums in sich trägt. Seelsorge geschieht dort, wo dieses Wort Macht gewinnt in Menschenherzen, sie aufbaut und ihnen eine Richtung weist. Dies ist eine Angelegenheit aller Christen, nicht nur der Pfarrerinnen und Pfarrer. Gewiss ist die Seelsorge ein zentrales Kennzeichen des pastoralen Berufes. Aus guten Gründen ist das Beichtgeheimnis grundgesetzlich geschützt. Längst aber stellt sich die kirchliche Seelsorge auf unterschiedliche Situationen von Menschen ein: Die Militär- und Polizeiseelsorge wendet sich Berufen zu, die mit besonders belastenden Anforderungen konfrontiert sind. Die Telefonseelsorge bietet ein rund um die Uhr kostenlos erreichbares Gesprächsangebot. Die Bahnhof- und Flughafenseelsorge wenden sich an Menschen, die von Unglücksfällen betroffen sind oder fern von zu Hause ein Gespräch suchen. Die Notfallseelsorge hat sich als eigenes Arbeitsfeld etabliert und hilft Menschen bei Unfällen, Katastrophen und anderen Schadensereignissen. Solche Spezialisierung ist sinnvoll. Vor allem aber versucht sie Menschen dort aufzusuchen, wo Bedarf entsteht an teilnehmender Sorge für die Seele. Der Glaube kommt vom Hören, sagt Paulus in Römer 10,17. Manchmal braucht er auch das Zuhören – gespürig, achtsam und liebevoll. Quelle Bild: Foto Begsteiger
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