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| Es wird regiert |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 25. November 2009 um 00:00 Uhr | |||
Vergessen Sie bei aller Weltpolitik nicht: Es wird regiert!Karl Barth (1886–1968)
Kommt darauf an, wie man das sieht. Karl Barth ist nicht naiv; er ist ein tiefer Denker. Bändeweise hat er Theologie, wie er sie versteht, zu Papier gebracht. Viele Studierende der Theologie hat er zur Verzweiflung gebracht, wenn sie seine Gedanken nicht verstehen konnten. Tapfer hat Karl Barth im „Dritten Reich“ und danach allen Versuchungen widerstanden, die Kirche mit Macht zu schmücken oder sie an den Zeitgeist zu binden, um sie „erfolgreicher“ oder „beliebter“ zu machen. Nun ist er alt. Da kann er einfach schreiben: „Es wird regiert!“ So etwas darf man nicht schreiben, wenn man am Anfang seines Glaubens und Suchens steht. Dann ist es zu einfach, zu leichtsinnig, ja, zu leichtfertig. Aber am Ende, wenn man alles noch mal und noch mal durchdacht hat, dann dürfen die Worte einfach werden. Wie die von Paul Gerhardt, der alles Leid seines Lebens tapfer getragen hat, ohne von Gott zu lassen (EG 361,7): „Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl.“ Wer so etwas sagt, muss sich nach seinem eigenen Leben fragen lassen. Oder noch besser: Man sagt es persönlich und behauptet nicht, die ganze Welt müsse das sofort glauben. Und – man sagt es leise. Glaubenssätze eignen sich nicht für Gedröhne, aber doch zum leisen Bekennen nach ausgefochtenem Kampf: Gott führt es wohl. Dann kann alles gut werden. Quelle Bild: Tillmann
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