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Erlösung und Segen Drucken E-Mail
Geschrieben von: Gastautor   
Mittwoch, den 02. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

Gott spricht: Ich will euch erlösen, dass ihr ein Segen sein sollt. Fürchtet euch nur nicht und stärkt eure Hände!

Der Prophet Sacharja setzte sich in den zwei Jahren seines Wirkens (520–518 v. Chr.) in Jerusalem am Ende der Exilszeit besonders für den Neuaufbau des Tempels und die Neuordnung der Gemeinde ein.

Schlösser an einer Brücke - ein Symbol der Liebe und der ErlösungIm Zentrum seiner Schrift stehen sieben nächtliche Visionen, die die schon im Anbruch begriffene messianische Heilszeit behandeln. Auch im Monatsspruch werden diese beiden Aspekte deutlich: Wir werden erlöst und brauchen uns deshalb nicht mehr zu fürchten und darum können wir – im Wissen um unsere Erlösung – die Hände stärken und ein Segen sein.

Was das konkret bedeuten kann, zeigt zum Beispiel das Foto von der Kölner Hohenzollernbrücke. Hunderte von Schlössern hängen dort am Brückengitter, scheinbar nutzlos, sie schließen nichts mehr ab, verbinden keine Ketten mehr. Symbol von Freiheit.

In Wirklichkeit sind es „Liebesschlösser“, die verliebte Paare dort befestigen; ein Brauch, der aus dem lettischen Riga kommt, wo frisch Vermählte seit Jahrzehnten ein Schloss auf einer Brücke anbringen, den Schlüssel ins Wasser werfen und dann der Bräutigam die Braut über die Brücke trägt. Zur Liebe befreit – so möchte ich diesen Brauch überschreiben. Vor dem Hintergrund des Monatsspruches könnte ich auch sagen: Die Paare trauen sich, ein gemeinsames Leben zu führen, einander ein Segen zu sein, weil sie auf ihre Erlösung durch Gott vertrauen.

Und das ist nur ein Beispiel, wie wir ein Segen sein können im Vertrauen auf Gottes Erlösung: Einander verzeihen, teilen, füreinander einstehen, eine Stimme für die Benachteiligten sein – und das alles auch dann, wenn es riskant ist, wenn es uns etwas kosten kann: Fürchtet euch nicht, ich will euch erlösen. Stärkt eure Hände und seid ein Segen.

Quelle Bild: H.Brunner


 
Der ist ein Narr, der dem verfällt: wolln dienen Gott sowie der Welt; denn wo zwei Herren hat ein Knecht, kann dieser keinem dienen recht. (Sebastian Brant)
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