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| Glückwünsche |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 30. Dezember 2009 um 00:00 Uhr | |||
Glück – eine evangelische Kategorie?
Sie gelten der Gesundheit, dem beruflichen und privaten Wohlergehen und vor allem: dem Glück. Abgesehen davon, dass fraglich ist, ob die verschiedenen Glücksbringer tatsächlich halten, was sie versprechen – ist es eigentlich evangelisch, jemandem Glück zu wünschen? Ist das Glück nicht eine unverfügbare Gottesgabe, die sich nach Gottes Willen dort einstellt, wo Glaube, Hoffnung und Liebe, die drei paulinischen Kardinaltugenden zu finden sind? „Das Glück ist ein schwierig Ding – in uns finden wir es nur sehr schwer und gar nicht außer uns.“ Dieses Bonmot von Chambord zeigt sich gegenüber Glücksbringern wie Glücksratgebern gleichermaßen reserviert. Für die evangelische Ethik ist das Glücksstreben, das in der amerikanischen Verfassung als Menschenrecht angesehen ist, jedenfalls kein Leitmotiv; es sei denn, man definiert Glück als Treue zu Gott: „Wer auf das Wort merkt, der findet Glück; und wohl dem, der sich auf den HERRN verlässt!“ (Sprüche 16,20) Im Neuen Testament fehlt das Stichwort „Glück“ jedenfalls völlig. Die Bibel bevorzugt andere Kategorien, die das Geheimnis gelingenden Lebens zu erfassen suchen. Eine von ihnen ist der Segen: Wo Gottes Segen ist, dort wird Leben bestärkt und auf sein Ziel ausgerichtet. Was Segen vermag, wird im Buch Hiob anschaulich: Der mit Gütern und Kindern gesegnete, fromme und darum glückliche Hiob verliert alles, was er hat. Als er im Erleiden äußersten Verlustes hadernd, aber standhaft Gott die Treue hält, wird er mit dem Doppelten dessen belohnt, was ihm genommen wurde. Als Inbegriff seines späten Lebensglücks wird am Ende des Hiob-Buches notiert: Er sah „Kinder und Kindeskinder bis ins vierte Glied“ (Hiob 42,16). Und darauf folgt ein biblischer Begriff für Glück: „Und Hiob starb alt und lebenssatt.“ Möge uns dieses Glück zuteil werden – wenn auch nicht im nächsten Jahr, so doch in einem späteren, auf dass auch wir noch lebenssatt an den Früchten unseres Lebens werden können. Quelle Bild: Deike
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