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| Ordnung im Paradies |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 13. Januar 2010 um 00:00 Uhr | |||
Fünf Minuten Paradies werden alles in Ordnung bringen.Georges Bernanos (1888 – 1948)
Eine Zeit lang war er Versicherungsangestellter. Am Ersten Weltkrieg musste er teilnehmen und erfuhr alle Schrecken des Krieges. Dann wurde er freier Schriftsteller („Tagebuch eines Landpfarrers“). Dem Zweiten Weltkrieg entfloh er mit seiner Frau und den sechs Kindern nach Brasilien. Er schrieb viele Briefe an Freunde, Bewunderer und Kritiker. Einer Frau, die am Leben zu verzweifeln droht, schreibt er im Jahre 1934 den großen Satz: Fünf Minuten Paradies werden alles in Ordnung bringen. Wunderbar finde ich das, herrlich. Die größte Hoffnung überhaupt – von atemberaubender Leichtigkeit. Wir können riesengroß hoffen. Die Welt, in der wir leben, ist nicht alles. Die Zeit, die wir tragen und ertragen, wird übergehen in die andere Zeit Gottes. Das Leid, die Unordnung, all das Unverstandene und jeder Schmerz werden „in Ordnung“ gebracht werden. Aber das Schönste ist: Das ist kein Traum. Das ist eine Hoffnung. Wer hofft, träumt nicht. Alle Menschen, die groß hoffen, haben wenig Träume, aber viel nüchterne Arbeit und ernste Gebete. Den Schmerz im Leben und die mancherlei Unordnung besteht oder bewältigt man nicht mit Träumen, sondern nur mit Beten und Mitfühlen. Und eben mit der Hoffnung. Meine kleinen Kräfte, die oft nicht ausreichen, müssen auch nicht ausreichen. Die größere Hoffnung heißt: Gott wird in seiner Welt nach dieser Welt das Schwache stärken, das Erlittene heilen, alles Unrecht und alle Schuld beim Namen nennen und jede Ungerechtigkeit ausgleichen. Ich kann getrost abgeben, was meine Kräfte nicht schaffen. Abgeben heißt hoffen. Hoffen macht leichter. Fünf Minuten Paradies werden alles in Ordnung bringen. Alles. Quelle Bild: danielschoenen - Fotolia.com
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