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Geschrieben von: Gastautor   
Mittwoch, den 17. Februar 2010 um 00:00 Uhr

Schutzschirme – sie wurden und werden aufgespannt.

Schutzschirme für Banken, für die Autoindustrie oder die Sozialkassen.

Ich mag nicht über die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen urteilen, doch eines fällt auf: Immer geht es um ein Mehr, um ein Weiter-so.

Ein Schutzschirm.Einen Schirm ganz anderer Art sehen Sie auf dem Foto. Auch dieser Schirm kann ein Schutzschirm sein, wenn wir seine Symbolik zur Richtschnur nehmen für die Fasten- und Passionszeit. Zwischen den Männchen, die voranschreiten, lädt eine Figur zum Stillstehen ein, zum Innehalten, dazu, Rückblick zu halten und den vor uns liegenden Weg in aller Ruhe in den Blick zu nehmen. Innezuhalten, damit wir den nicht aus den Augen verlieren, der für uns wirklich Schutzschirm sein kann und von dem der Psalmist sagt:

„Wer im Schutz den Höchsten wohnt und ruht im Schatten des Allmächtigen, der sagt zum Herrn: Du bist für mich Zuflucht und Burg, mein Gott, dem ich vertraue. Er beschirmt dich mit seinen Flügeln, unter seinen Schwingen findest du Zuflucht, Schild und Schutz ist dir seine Treue.“

Die Fastenzeit lädt ein, sich neu auf die Geborgenheit bei Gott einzulassen. Das, woran wir uns ansonsten so gerne klammern, einmal loszulassen und ganz auf ihn zu vertrauen. Eine Geborgenheit, die viele Generationen vor uns erfahren haben. Zum Beispiel Paul Gerhardt, der – aufgewachsen im Dreißigjährigen Krieg – betet: „Wer unterm Schirm des Höchsten sitzt, der ist sehr wohl bedecket; wenn alles donnert, kracht und blitzt, bleibt sein Herz ungeschrecket.“

Unter Gottes Schirm finden wir auch dann Geborgenheit, wenn wir meinen im Regen zu stehen oder wie es der Theologe Helmut Thielicke gesagt hat: „Wir sitzen im Leben zwar zwischen den Stühlen – aber unter dem Schirm des Höchsten.“

Quelle Bild: Tillmann


 
In der Ministrantenstunde fragt der Pfarrer: „Welcher Unterschied besteht zwischen einer Eucharistiefeier und einem Wortgottesdienst?“ – Caroline hat aufgepasst: „Wenn eingeschenkt wird, ist es immer eine Eucharistiefeier.“
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