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Passionsmusik
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| Leben für die Freunde |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 03. März 2010 um 00:00 Uhr | |||
Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.
Dieses Motiv aus der Spätgotik stellt eine Begebenheit beim Letzten Abendmahl dar (Johannes 13,23), bei der der Apostel Johannes seinen Kopf auf die Brust Jesu legt. Jesus und die Jünger, das war nicht nur eine Meister-Jünger-Beziehung, sondern zuallererst eine Freundschaft. „Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage“ (Johannes 15,14): „Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe“ (Johannes 15,12). In diesem Kontext steht der Monatsspruch. Doch was bedeutet heute „sein Leben hingeben“? Ich glaube, sein Leben hinzugeben, bedeutet nicht zwangsläufig, zu sterben, ist aber auch mehr, als sich für etwas zu engagieren. Sein Leben hinzugeben, kann zum Beispiel heißen, sich als Eltern für ein krankes Kind aufzuopfern, oder als Kinder die alten Eltern zu pflegen. Hingabe kann bedeuten, sich für einen ausgegrenzten Arbeitskollegen einzusetzen – auch auf die Gefahr hin, selbst ausgegrenzt zu werden. Hingabe kann auch politische Dimensionen annehmen. Zum Beispiel im Widerstand gegen Rassismus auf der Seite verfolgter Minderheiten. Was zeichnet all diese Formen der Hingabe aus? Es ist die Liebe. Es ist die persönliche Beziehung, wie sie im Bild der Johannes-Minne ausgedrückt wird. Es ist die Liebe, aus der Jesus gelebt hat, die er für uns gelebt hat und von der er zu uns spricht. Es ist die Liebe, von der Therese von Lisieux gesagt hat: „Der Herr verlangt von uns keine großen Taten, sondern nur Hingabe und Dankbarkeit. Er braucht unsere Werke nicht, sondern allein unsere Liebe.“ Hört sich das wie eine Überforderung an? Liebe und Hingabe als Leistung? Das wäre nur dann so, wenn unserer Liebe nicht längst Gottes Liebe vorausgegangen wäre, wenn unserer Hingabe nicht Gottes Gnade vorausgegangen wäre. Daran erinnern wir uns in der Passionszeit. Max Lucado hat diese Erfahrung so zusammengefasst: „Wir haben einen Vater, der zur Höchstform aufläuft, wenn wir am Ende sind. Einen Vater, dessen Gnade am stärksten ist, wenn unsere Hingabe am schwächsten ist.“ Quelle Bild: Andres Praefcke
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