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Kirchenmusikalischer Gottesdi...
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| Umkehr |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 10. März 2010 um 00:00 Uhr | |||
Umkehr geradeaus
Das Straßenschild legt eine Interpretation nahe: Die Umkehr, der nicht ausgetretene Pfad, den alle gehen und der überall hinführt, ist der Weg, der nach vorne führt, geradeaus. Es ist der Weg, der ein Ziel hat außerhalb der üblichen, bekannten, allzu menschlichen. Ein Ziel, dem wir vielleicht keinen genauen Namen geben können und von dem wir vielleicht auch nichts Genaues wissen außer dem Wichtigstes: Das Ziel ist bei Gott. Es ist der Weg, von dem Gott möchte, dass wir ihn gehen, weil wir auf diesem Weg zu dem Menschen werden, wie Gott sich uns wünscht und er uns auch zutraut zu werden. Die Umkehr ist also nicht die Abzweigung, sondern der Weg geradeaus, der kürzeste Weg zu einem erfüllten, liebenden und geliebten Menschsein. All die anderen Wege sind die Umwege. Mögen sie auch in alle uns bekannten Richtungen führen, es sind die Umwege, die uns von Gott wegführen; die Umwege, die uns von den Menschen wegführen, die uns brauchen. Umkehr braucht Vertrauen. Wenn die Abzweigung in „alle Richtungen“ führt, wohin führt der Pfeil geradeaus, wohin führt die Umkehr? In die Irre, in die Sackgasse? Nach menschlichem Ermessen scheint dies so zu sein, doch Gott kennt Wege, die wir nicht erkennen und er lädt uns ein, sie im Vertrauen auf ihn zu gehen.
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