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| Das Vaterunser IV |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Sonntag, den 14. März 2010 um 00:00 Uhr | |||
Das Vaterunser - das Gebet des Herrn - Teil IV. Dein Wille geschehe
Wer denkt, diese Vaterunser-Bitte hätte irgendetwas mit „Kadavergehorsam“ zu tun, geht ebenfalls in die Irre. Jesus ist – und das ist das Ermutigende – nach dem Gebet im Garten von Gethsemane getröstet und gestärkt. Denn es ist nicht Gottes Willen, dass mein eigener Wille gebrochen wird. Im Gegenteil: „Dein Wille geschehe! ist nicht ein Ausdruck des Verzichts, sondern der Entschlossenheit. Er ist aktiv, nicht passiv“ (Corrie ten Boom). Gott möchte Ich-starke Menschen, die bei der Frage, was sie wollen, zugleich nach Gottes Willen fragen und ihn in den Blick nehmen. Ich-Stärke bedeutet ja nicht automatisch, immer seinen eigenen Willen durchzusetzen, sondern sich für das einzusetzen, was wir als richtig erkannt haben. „Dein Wille geschehe“ – das ist auch eine Bitte gegen den Egoismus. Oder wie es der Apostel Paulus im Römerbrief schreibt (12,2): „Passt euch nicht äußerlich den Normen dieser Welt an. Lasst euch innerlich von Gott umformen und eure Gesinnung gründlich ändern. Dann werdet ihr den Willen Gottes erkennen können; das, was gut ist, was ihm gefällt und keine Fehler hat.“ Das aber führt nicht zur Aufgabe des eigenen Ich, sondern zu seiner Stärkung und Ermutigung. Zum Schluss noch ein kleines Gedicht, das uns vielleicht auf das Wichtigste hinweist: Dass diese Vaterunser-Bitte immer auch eine Bitte des Vertrauens ist, dass Gott uns liebt und unser Heil möchte. Ein Vertrauen, das wir durch das regelmäßige Beten dieser Bitte einüben können. Das Gedicht ist von Erich Kästner und deshalb mit einem Schmunzeln zu lesen: „Wer nicht vertraut auf Gottes Willen, ersetzt sein Nachtgebet durch Pillen.“
Das Vaterunser
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