Kirche Lößnitz - Affalter informiert: Aktuelle Infos Glaubensleben Das Vaterunser XI
Das Vaterunser XI Drucken E-Mail
Geschrieben von: Gastautor   
Sonntag, den 02. Mai 2010 um 00:00 Uhr

Das Vaterunser - das Gebet des Herrn - Teil XI

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Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Jesus lehrt   seine Jünger.

Mit der sogenannten Doxologie endet das Vaterunser. „Doxologie“ ist ein liturgisches Fachwort, es setzt sich aus den griechischen Wörtern „doxa“ = Herrlichkeit und „logos“ = Rede, Wort zusammen. Das Vaterunser endet also mit dem Rühmen der Herrlichkeit Gottes, verbunden mit der Ewigkeitsformel und dem zustimmenden, bekräftigenden „Amen“.

Der Lobpreis steht nicht in dem von den Evangelien überlieferten Vaterunser, das Jesus seinen Jüngern zu beten gelehrt hat. Jedoch findet er sich in einigen Abschriften des Matthäus-Evangeliums, von denen Luther ihn dann übernommen hat. Und die „Zwölf-Apostel-Lehre“ aus dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert kennt die Doxologie ebenfalls als Schluss des Vaterunsers. Soweit die Theologiegeschichte. Doch was sagt die Doxologie aus?

Zunächst einmal nimmt sie den wieder in den Blick, der am Beginn des Gebetes stand, den Vater. Bei ihm weiß ich die sieben Bitten des Vaterunsers in guten Händen. Denn die Doxologie ist ja nicht als Bitte formuliert. Es heißt nicht: Denn dein sei das Reich …“, sondern: „Denn dein ist das Reich …“. Er, den wir unseren Vater nennen und den wir um alles bitten dürfen, er gewährleistet, dass unsere Bitten nicht ins Leere gehen, sondern Erhörung finden. „Gottlob – so denken wir wohl bei diesen Schlusssätzen des Vaterunsers –, dass wir diesen Grund haben, auf dem wir als Beter stehen dürfen: den Grund, dass Gott das Reich gehört und die Kraft und die Herrlichkeit.“ (Helmut Thielicke) Das zu glauben, darauf sein Leben – auch in den dunklen Stunden – zu gründen, geht nicht von heute auf morgen, sondern ist ein lebenslanger Prozess. Das Vaterunser spreche ich nicht einmal für immer, sondern mit dem Vaterunser stelle ich mich jeden Tag an die Seite Jesu, der dieses Gebet mit uns betet.

Amen – so geschehe es. Denn „Amen“ zu sagen, heißt, vertrauen zu können, dass alles bei Gott geborgen ist.

 

Das Vaterunser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde Dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.


 
Stoßseufzer eines jungen Vaters
„Seit ich meinen Kindern ein Vorbild sein möchte, stelle ich fest, dass ich nicht mehr viel vom Leben habe!“
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