Kirche Lößnitz - Affalter informiert: Aktuelle Infos Glaubensleben Glaube und Zuversicht
Glaube und Zuversicht Drucken E-Mail
Geschrieben von: Gastautor   
Mittwoch, den 05. Mai 2010 um 00:00 Uhr

Glaube eine Zuversicht

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. (Hebräer 11,1)

Glaube und Zuversicht gehören zusammen.Kann man die Kraft des Glaubens spüren? Sind glaubende Menschen in Krisen stärker oder in ihrer Lebensführung beständiger? Viele Menschen fragen sich, ob es messbare Folgen des Glaubens gibt, ob und wie es sich auswirkt, wenn man eine klare religiöse Orientierung hat: Lohnt sich der Glaube? Der Hebräerbrief aber warnt vor derlei Suchbewegungen. Wenn es sie geben mag, diese sichtbaren Folgen des Glaubens, sagen sie doch noch nicht unbedingt etwas über dessen Wahrheit aus. Auch Atheisten kennen Moral und Würde.

Mittelalterliche Theologen wie Anselm von Canterbury (1033–1109) versuchten sich deshalb an Gottesbeweisen – nicht, um das Bekenntnis überflüssig zu machen, sondern um ihm eine zusätzliche Stütze an die Seite zu stellen: „Gott ist das, was größer nicht gedacht werden kann“, definierte Anselm. Wenn etwas, was größer nicht gedacht werden kann, gedacht werden kann, muss es dies „etwas“ auch geben, denn sonst könnte es ja größer gedacht werden. Damit sei, so Anselm, völlig klar, dass es einen Gott geben muss – ein Wesen, das größer nicht gedacht werden kann.

Die Philosophiegeschichte hat eine lange Debatte um diesen und andere „Gottesbeweise“ geführt; der Hebräerbrief erklärt sie alle für Irrwege: Der Glaube ist „eine feste Zuversicht“, und zwar auf etwas, das keineswegs sicher eintrifft, eben „… auf das, was man hofft“. Er ist ein „Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“ und folglich auch nicht beweisen kann. Man kann es also lassen, nach Beweisen und äußeren Plausibilitäten zu suchen: Nichts macht deutlicher, was der Glaube ist: Das reine Vertrauen auf ein Wesen, das größer nicht gedacht werden kann und mit allen Dingen auch mich in seiner unendlich gütigen und barmherzigen Hand behütet und bewahrt.

Quelle Bil: T.Schreiber


 
Ich glaube, dass ich viel Bewahrung in meinem Leben der Fürbitte Bekannter und Unbekannter zu danken habe.
(Dietrich Bonhoeffer)
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Lößnitz-Affalter | Rathausplatz 3 | 08294 Lößnitz | Tel: +49 3771 55510
Alberoda - Affalter - Brunnstädtel - Dittersdorf - Dreihansen - Hasenschwanz - Niederlößnitz - Stein - Streitwald