Kirche Lößnitz - Affalter informiert: Aktuelle Infos Glaubensleben Wer suchet - der findet
Wer suchet - der findet Drucken E-Mail
Geschrieben von: Gastautor   
Mittwoch, den 02. Juni 2010 um 00:00 Uhr
.

Wer suchet, der findet.

Gott spricht: Suchet mich und so werdet ihr leben. (Amos 5,4)

Das Leben suchen - Gott  suchen.Der Monatsspruch stammt aus dem Buch des Propheten Amos, des scharfzüngigen Kritikers der – gerade auch sozialen – Missstände im alten Israel.

Seine Kritik gilt uns heute gleichermaßen wie den Menschen damals. Und genauso gilt uns auch die Verheißung, die Gott zusagt: Zu leben, wenn wir ihn suchen.

Gott zu suchen, heißt nicht, wie das junge Mädchen den Himmel mit einem Fernrohr abzusuchen. Und bedeutet doch zugleich, den Himmel in den Blick zu nehmen; den Himmel im Gegensatz zu der Erde und ihren Gesetzmäßigkeiten. Und so bedeutet Gott zu suchen, dem Nächsten zu helfen, anstatt nur auf den eigenen Vorteil zu achten; bedeutet, den Götzen unserer Zeit – Reichtum, Ansehen, Schönheit, jeder mag sich selbst fragen, welche „Götter seinen Himmel bevölkern“ – keinen Stellenwert mehr einzuräumen.

Doch der Monatsspruch beinhaltet nicht nur diese Mahnungen, zuallererst lese ich in ihm Trost. Die Gottessuche schließt die Umwege, die Irrwege, die Sackgassen mit ein. Ich muss nicht – was auch gar nicht geht – der „fertige“ Christ sein, ich darf noch auf der Suche sein und dennoch wird mir das Leben versprochen. Ich muss mir über das Ziel im Klaren sein und es möglichst nicht aus den Augen verlieren; auf dem Weg kann es Straucheln und auch Fallen geben. Und ich darf darauf vertrauen, dass ich diesen Weg nicht allein gehe; andere Gottsucher sind mit mir unterwegs, wir dürfen uns über den Weg austauschen und einander stützen. Und Gott kommt uns entgegen. Wenn wir ihn ernsthaft suchen, dann lässt er sich auch von uns finden. Vielleicht nicht da, wo wir es erwarten; vielleicht auch nicht so, wie wir es glauben. Der erste Schritt, ihn zu finden, ist es, ihn zu suchen. Der Kirchenvater Augustinus geht sogar noch einen Schritt weiter: „Es ist schon ein Teil des Findens, wenn du weißt, was du zu suchen hast.“

Quelle Foto: alphapress

 

Ihr Kinderlein! - Guckt niemals mit einem Fernrohr, oder Fernglas, oder einem Fotoapparat direkt in die Sonne.

Ihr könntet in Sekundenbruchteilen erblinden!


 
Viele, die über Ablaßkrämerei in der katholischen Kirche lachen, üben sie doch täglich selbst. Wie mancher Mann von schlechtem Herzen glaubt sich mit dem Himmel ausgesöhnt, wenn er Almosen gibt. (Georg Christoph Lichtenberg)
Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Lößnitz-Affalter | Rathausplatz 3 | 08294 Lößnitz | Tel: +49 3771 55510
Alberoda - Affalter - Brunnstädtel - Dittersdorf - Dreihansen - Hasenschwanz - Niederlößnitz - Stein - Streitwald