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| Urteile |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 04. August 2010 um 00:00 Uhr | |||
Menschen und Urteile. Jesus Christus spricht: Ihr urteilt, wie Menschen urteilen, ich urteile über keinen. (Johannes 8,15)Jesus hat recht. Ich urteile, wie Menschen urteilen. Leider tue ich das und bemerke es sogar. Alle meine Maßstäbe sind menschlich. Und so bewerte ich auch andere. Selbst wenn meine Maßstäbe vielleicht gelegentlich barmherziger sein sollten als die anderer – sie sind immer noch sehr menschlich. Darum ist es für mich beinahe unfassbar, dass Jesus sagt: Ich urteile über keinen. Geht denn das überhaupt? Ja, das geht. Natürlich kann jeder zurechtgewiesen werden, der Fehler macht oder sich daneben benimmt. Natürlich kann auch eine scharfe Rüge erteilt werden. Nicht urteilen heißt: Ich spreche dir deine Würde nicht ab; ich nehme dir deinen Wert als Mensch nicht; ich sehe dich immer als ein Kind Gottes. Und das ist schwer. Das kann ich kaum. Das kann Jesus. Und warum kann er das? Weil er ein Gottvertrauen hat, das nicht von dieser Welt ist. Ich meine das wörtlich. Jesus hat ein Gottvertrauen, das seine Wurzeln im Himmel hat. Also da, wo es hingehört. Jesus weiß um die andere Welt in dieser Welt. Jesus weiß, dass nur einer über Menschen urteilen darf, nämlich Gott. Jesus weiß, dass jedes Urteil Gottes Urteil vorwegnehmen würde. Und das ist die Sünde, die Jesus nicht begeht. Aber ich, Gott sei’s geklagt. Denn ich nehme die Maßstäbe der Menschen und urteile, ja richte bisweilen über andere. Ich weiß, das ist schlimm. Ich weiß, ich sollte besser meinen Mund halten oder meine Gedanken zügeln. Und wenn ich das mal wieder deutlich erkenne, muss ich immer sofort dazu sagen: Gott, sei mir Sünder gnädig. Quelle Foto: Bundesverfassungsgericht
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