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Geschrieben von: Gastautor   
Mittwoch, den 06. Oktober 2010 um 00:00 Uhr
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Die Tür ist offen

Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan und niemand kann sie zuschließen. (Offenbarung 3,8)

KirchentürWorte können eine Heimat sein. Gerichtet sind sie an die verfolgten christlichen Gemeinden Kleinasiens.

Sie eröffnen einen Horizont, den alles Leid der Welt nicht mehr schließen kann: Dass das, was in der Welt ist, nicht alles ist, sondern dass es eine Wirklichkeit jenseits aller Realitäten gibt: Gottes Reich, auf das wir zugehen.

Gott zieht uns zu sich. Christliche Existenz: Vor dem ersten Schritt des Lebenswegs von Gott geliebt, um spätestens mit dem letzten Schritt bei ihm anzukommen. Ich möchte mich der Größe und der Wucht der Verheißungen Gottes aussetzen. Ich brauche diese Verheißungen, ich möchte sie immer wieder lesen, denn sie sind mir Kraftquelle, wenn das eigene Tun dürftig, voller Mängel ist und aus der Welt alle Hoffnung gewichen scheint. Manchmal bin ich zu ängstlich für Gottes Verheißungen. Dann sprengen sie meinen Vorstellungsrahmen. Dann bete ich um das Vertrauen, dass Gott zu seinen Verheißungen steht, auch wenn nicht alle meine Wünsche in Erfüllung gehen. Dass ich von Gott nicht zu klein denke, damit mir das Leben nicht über den Kopf wächst.

Auf dem Foto sehen wir den Ausschnitt einer Kirchentür. Da ist zunächst ein Schloss. Leider sind Kirchen heute viel zu oft verschlossen. Das darf – bei allen Sicherheitsbedenken – nicht sein. Doch das Bild dominiert die Türklinge – ein Fisch, das Symbol unseres Glaubens an Jesus Christus, unseren Erlöser und Retter. Der Fisch als Türklinke einer Kirche erinnert mich daran, dass Kirchen Räume sind, in denen ich erfahre, dass das, was in der Welt wichtig ist, nicht alles ist, an dem mir Wert zugesprochen wird, egal wie leistungsstark oder -schwach, wie gesund oder krank, wie alt oder jung, wie reich oder arm ich bin. Orte, die mich daran erinnern, dass Gott alle Tage bis zum Ende der Welt bei uns ist – und darüber hinaus.

 


 
„Du hast abends spätestens um elf zu Hause zu sein“, sagt der Vater streng zu seiner Tochter. – „Aber, Papa, ich bin doch kein kleines Kind mehr!“ – „Eben!“
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