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Anmeldung
| Kirche reformiert sich |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 27. Oktober 2010 um 00:00 Uhr | |||
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Reformation ist jeden Tag„Ecclesia semper reformanda“ – die Kirche ist immer eine zu reformierende.
Zwei Anmerkungen sind mir wichtig: Auf dem Foto sehen wir die Fassade eingerüstet, die Fundamente bleiben unangetastet. Die Kirche hat einen unwandelbaren Kern, der nicht zur Disposition steht: „Denn einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist: Jesus Christus.“ (1. Korinther 3,11) Das redet nicht dem sturen Festhalten an Traditionen das Wort. Ein kluger Satz sagt: Wenn wir immer das tun, was die Väter getan haben, tun wir nicht das, was die Väter getan haben.“ Denn auch unsere Väter mussten neue Wege beschreiten, wie wir es heute immer wieder müssen. Die verhüllte Kirche sagt mir aber auch noch etwas anderes: Die Kirche muss immer auch ein wenig fremd bleiben – nicht im Sinne von unverständlich, sondern in dem Sinne, dass sie nicht in der Welt aufgeht, nicht in der Gesellschaft mit ihrer Kurzatmigkeit, ihrer Sensationsgier und Hysterie. In jedem Kirchenraum schwingen das Nicht-Sichtbare und das nicht völlig Aussagbare mit. In einem Kirchenraum darf es nicht sein, wie in einem gemütlichen Wohnzimmer, in dem mir alles vertraut ist; im Gegenteil: wir brauchen in der Kirche (und damit meine ich nicht nur die Gebäude) die Fremdheit und die Andersheit, damit wir nicht vergessen, dass das, was in der Welt ist, nicht alles ist. Der große Gegensatz zur Heiligkeit ist die Banalität. Wenn der Mensch immer nur sich selbst und seine von ihm geprägte Welt sieht, kann er sich nicht mehr erkennen, dazu braucht er die Andersheit. „Kirchen heilen, insofern sie nicht sind wie wir selber.“ (Fulbert Steffensky)
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