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| himmlischer Erfolg |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 17. November 2010 um 00:00 Uhr | |||
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Erfolg ist kein Name Gottes
Die Anfrage, die in diesem Spottkruzifix liegt, hat nichts an Brisanz verloren: Wie kann ich in einer Gesellschaft, die den Erfolg „vergöttert", an einen Gescheiterten glauben? Auch Christen erliegen immer wieder der Versuchung, diesem Widerspruch aus dem Weg zu gehen, indem sie vorschnell auf Ostern, auf die Auferstehung, auf den Sieg des Lebens über den Tod verweisen. Doch das macht das Kreuz, den Tod ja nicht ungeschehen. Die Machtlosigkeit des Sterbenden, das Scheitern des Erfolglosen muss aushalten, wer den Tod Jesu ernst nimmt. Das fällt einer Kirche schwer, die über 1.500 Jahre auf der Seite der Mächtigen gestanden hat und manchmal ängstlich versucht, ihren Einfluss zu verteidigen. Groß die Sorge, auf die Verliererbahn zu geraten. Doch „Erfolg ist", hat Martin Buber gesagt, „kein Name Gottes." Christen haben uneingeschränkt auf der Seite der Machtlosen zu stehen, weil Christus selbst zum Spielball der Mächtigen wurde. „Gott lässt sich aus der Welt herausdrängen ans Kreuz, Gott ist ohnmächtig und schwach in der Welt und nur so ist er bei uns und hilft uns." (Dietrich Bonhoeffer) Christen haben unbeirrt den Gekreuzigten zu verkünden; unbeirrt davon, ob die Botschaft gerade „hip" oder „out" ist, Kopfschütteln hervorruft oder Anklang findet. Denn „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht", sagt Václav Havel. Dieser Satz stärkt, wenn alle Bemühungen in Kirche und Gemeinde vergebens scheinen, wenn ich mit meinem Glauben vermehrt auf Unverständnis treffe, wenn die Botschaft vom Kreuz vielen als Eselei gilt. Quelle Bild: Tillmann
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