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Geschrieben von: Gastautor   
Mittwoch, den 01. Dezember 2010 um 00:00 Uhr

Die Irrwege hinter sich lassen...

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Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe! (Matthäus 3,2)

Umkehren scheint oft peinlich. Man hat sich im Weg geirrt und selbst eine unauffällige Richtungsänderung reicht nicht aus. Ein „U-Turn" ist dran, wie der anglizistische Begriff lautet und damit das Eingeständnis, den falschen Weg gewählt zu haben.

Umkehr

Wenn mir dies passiert, ärgere ich mich über mich selbst. Noch schlimmer aber, wenn man nicht umkehrt, weil man den Irrtum weder anderen noch sich selbst eingestehen kann.

Für Matthäus ist die Aufforderung zur Selbstkorrektur und zur Buße der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus. Noch vor Beginn des Wirkens Jesu konfrontierte Johannes der Täufer Israel mit seinem Bußruf und forderte am Jordan einen U-Turn des ganzen Volkes: „... und sie ließen sich von ihm im Jordan taufen, indem sie ihre Sünden bekannten." Der Advent als Zeit der Buße und der Einkehr erinnert daran: Besser, wenn man die Bereitschaft zur Buße findet, wenn man umkehren und sich korrigieren kann.

Es ist ein Zeichen von innerer Stärke, wenn man den jeweiligen Lebenskurs am eigenen Selbstentwurf überprüft. Voraussetzung dafür ist das Innehalten. Nicht allein ungute Gewohnheiten bieten Anlass zur Selbstkorrektur. Sie entwickeln sich einfach, die Ungeduld und die Lethargie, das Ausweichen vor unangenehmen Verpflichtungen und das Nicht-Wahr-Haben-Wollen. Wir sind Menschen und je nach Persönlichkeit und Charakter entwickelt sich, was unserem Leben ungute Richtung gibt.

Manchmal braucht es eine Stimme von außen, die auffordert, den eigenen Kurs zu prüfen. Der Weg zum Weihnachtsfest ist eine gute Gelegenheit, diese Bereitschaft zu trainieren. Jede Umkehr bietet eine neue Chance. Maßstab für die Kurstreue ist am Ende Gott selbst, der als Kind in der Krippe genau jene Menschlichkeit zeigt, zu der er uns einlädt.

Quelle Bild: J.Stauber


 
Der ist ein Narr, der dem verfällt: wolln dienen Gott sowie der Welt; denn wo zwei Herren hat ein Knecht, kann dieser keinem dienen recht. (Sebastian Brant)
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