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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 15. Dezember 2010 um 00:00 Uhr | |||
Schritt für Schritt.
Weihnachten für Fußgänger
Denn Weihnachten braucht Zeit. Weihnachten kann ich nicht mal eben feiern en passant, im Vorübergehen. Weihnachten ist mehr als die zweieinhalb Tage. Weihnachten ist ein Weg. Er beginnt im Advent und endet nicht mit dem Höhepunkt am Heiligen Abend (der nicht einmal der Höhepunkt ist, denn Weihnachten ist erst am 25., allen Feiertagsgewohnheiten zum Trotz). Weihnachten geht weiter, mindestens bis zur „Taufe des Herrn" am Sonntag nach dem 6. Januar. So viel Zeit muss sein, sonst bekommen wir nur einen Hauch von Weihnachten mit, eine Ahnung, einen flüchtigen Eindruck. Doch das Bild sagt mir noch mehr. Für Weihnachten muss ich mich selbst auf den Weg machen. Das kann ganz praktisch sein: auf den Weg in die Gottesdienste, auf den Weg um Angehörige und gerade die, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, zu besuchen. Und ich muss mich gedanklich auf den Weg machen: Was bedeutet mir die Geburt Jesu, die Menschwerdung Gottes? Was kann das für mein Leben heißen – gerade auch dann, wenn aller Weihnachtsschmuck längst weggeräumt ist. Ein bisschen gedankliche Arbeit ist schon vonnöten. So viel Mühe muss sein, sonst bekommen wir nur einen Hauch von Weihnachten mit, eine Ahnung, einen flüchtigen Eindruck. Und ein Drittes: Ich muss die Kinder an die Hand nehmen. Heute mehr denn je. Denn was sie um sich herum mitbekommen ist – wie Kurt Marti sagte – die Ware Weihnacht, aber nicht die wahre Weihnacht. Ich muss die Kinder an die Hand nehmen, damit sie verstehen, dass Weihnachten so unendlich viel mehr und so unendlich viel schöner ist, als das Kommen eines verkleideten Geschenkeonkels. Und ich glaube, wenn wir die Kinder an die Hand nehmen, dann nimmt uns Gott an die Hand. Auf dem Weihnachtsweg kommt er uns das allergrößte Stück entgegen. Weihnachten sagt uns: Gott holt uns ab. Quelle Foto: G.Zinn
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