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| Himmlische Ruhe |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 02. März 2011 um 00:00 Uhr | |||
RuheBei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe, denn von ihm kommt meine Hoffnung (Psalm 62,6)Überall dort, wo Ruhe ist, hat Gott die Chance, uns nahezukommen. Zum Beispiel auf Bergen oder in Kirchen oder ganz besonders in Kirchen, die auf Bergen stehen.
In vielen Geschichten wird in der Bibel die Wahrheit variiert, dass es Abstand von der Betriebsamkeit braucht, um Gott zu begegnen. Dem Mose offenbarte sich Gott in der Bergwelt des Sinai (Exodus 3,14). Der Prophet Elia begegnete Gott nach einer vierzig Tage dauernden Wegstrecke auf dem Gottesberg Horeb – nicht im Sturm, im Erdbeben oder im Feuer, sondern im sanften, leisen Säuseln des Windes (1. Könige 19,12). Ebenfalls vierzig Tage und Nächte hielt sich Jesus nach seiner Taufe durch Johannes in der Wüste auf, bevor er seine Predigt in Galiläa begann (Markus 1,14). Es braucht eine Reduzierung von äußeren, sinnlichen Eindrücken und Ablenkungen, um dem Wesentlichen auf die Spur zu kommen. Die Seele braucht Regionen und Zeiten, wo sie sich ganz Gott öffnet und nichts anderes sich hineindrängt. In diesen Momenten entwickelt sich Stärke, Kurs auf das Unverlierbare und eine Hoffnung, die Gott als unzerstörbare Kraft in jede Seele hineinlegt. Es liegt eine Verheißung in diesem Monatsspruch und eine Einladung: Sich Ruhe zu gönnen – ganz besonders in Zeiten, wo das Leben hektisch ist. Nicht die Ablenkung oder die Flucht in Betriebsamkeit und Arbeit verheißen Ruhe für die Seele, sondern die Abwendung von all dem. Gut, dass es für solche Bedürfnisse Berge gibt, einsame Gegenden, Inseln – oder, wo alle diese gerade zu weit entfernt sind: Kirchen. Quelle Foto: Hans Brunner
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