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| Nachtwache |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 06. April 2011 um 00:00 Uhr | |||
NachtwacheWachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt. (Matthäus 26,41)Ölbergnacht. Nacht der Angst und der Verzweiflung. Nacht, in welcher der Atem stockt. Nacht, in der das Leben verrinnt. Und nur einen Steinwurf entfernt:
Ölbergnacht. Nacht der Ruhe und Geborgenheit. Ruhige Atemzüge des Schlafes. Kraft tanken für die kommenden Stunden. Nur ein Steinwurf weit entfernt. Und doch liegen Welten dazwischen. Da hinein spricht Jesus seine Worte: Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt. Doch bei den Jüngern scheint es anders zu sein: Ein fester Glaube ist ein gutes Ruhekissen: Jesus wird's schon richten. Vor wenigen Tagen sein triumphaler Einzug in Jerusalem. Was soll jetzt noch schiefgehen. Das Vertrauen der Jünger ist einschläfernd. Dreimal geht Jesus zu ihnen, doch ihren Glauben kann er nicht wecken. Kinderglaube, der sie schlafen lässt wie Kinder: An jedem Ort, zu jeder Tageszeit, unbehelligt von Angst und Sorge. Doch Erwachsenenglaube muss hellwach sein. Und deshalb gilt die Aufforderung Jesu auch mir. Ich weiß um meine Schläfrigkeit, meine Bequemlichkeit, meine Gedankenlosigkeit. Halte ich sein Ringen, seine Tränen nicht aus, möchte ich die Augen davor verschließen? Dem starken Jesus, dem Tröster und Heiler, dem Adressat meiner Bitten zu folgen, fällt mir nicht schwer. Doch dem Weinenden, dem Klagenden und Verfolgten, dem Ohnmächtigen, möchte ich ihm auch nahe kommen oder lieber nicht, denn es könnte mir ergehen wie ihm. Die durchwachte Nacht Jesu überwindet den Albtraum. Die verschlafene Nacht der Jünger erwacht zunächst im Albtraum. Quelle Foto: St.Lorenz, Erfurt
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