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Geschrieben von: Gastautor   
Mittwoch, den 27. April 2011 um 00:00 Uhr

Mein Leben

Wenn's gut geht, dann geht's nicht gut – aber so, dass ich daraus lerne. Das ist nicht zynisch gemeint oder verächtlich, sondern meine Lebenserfahrung.

Mein Leben - mein Gesicht

Als wenn das so einfach wäre, das Leben so in die eigene Hand zu nehmen; so dass es mir auf eine Weise gelingt, wie ich es mir vorstelle oder wünsche. Demut nannten und nennen Menschen die wertvolle Eigenschaft, anzunehmen, was mir der Lebensweg beschert – ohne zu verbittern. Natürlich soll ich nicht zu allem, was sich mir in den Weg stellt, was mich beugt und quält „ja und amen" sagen.

Ich muss mein Leben gestalten. Aber das mir dies bei aller Ernsthaftigkeit und bei aller Anstrengung auch misslingen kann, diese Einsicht macht mir mein Leben leichter. Wenn man dann – je älter ich werde – in mein Gesicht schauen mag, dann soll man darin lesen können. Ich wünsche mir, dass sich dort Versöhnung ablesen lassen wird, dass ich einverstanden bin mit dem, was war und dem, was noch kommen mag. Es war und ist mein Leben.

Für Christen gilt: Wir arbeiten unser Leben im Angesicht Gottes. Denn das eine ist uns gegeben, oder besser gesagt: geschenkt. Dass wir unser Leben leben als Kinder Gottes. Der evangelische Schriftsteller und Liederdichter Jochen Klepper schrieb: „Gott offenbart sich uns, indem er uns weist, wer wir sind im Lichte seines Angesichts. Indem wir erfahren, wer wir sind, wird uns die göttliche Offenbarung zuteil." Wer bin ich – oder besser gesagt: Wer kann ich sein? Ich glaube, Gott traut mir, traut den Menschen Großes zu. Dass sich in meinem Gesicht etwas widerspiegelt vom Angesicht Gottes, das Liebe ist. Oder, wie es Mutter Teresa ausgedrückt hat: „Seid lebendiger Ausdruck der Güte Gottes: Güte in eurem Gesicht, Zärtlichkeit in euren Augen, Liebe in eurem Lächeln, Wohlwollen in eurem Gruß."

Quelle Foto: W. van der Krallen


 
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