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Geschrieben von: Gastautor   
Mittwoch, den 25. Mai 2011 um 00:00 Uhr

Sonntagsruhe!

Halleluja oder Hertie?

SonntagsruheWer die Frage nach der Sonntagsruhe auf diese Alternative reduziert, also auf die Entscheidung, Gottesdienstbesuch oder Einkaufsbummel, der greift zu kurz.

Natürlich ist für den Christen der Gottesdienstbesuch wichtiger, wesentlicher Bestandteil des Sonntags, doch das Gebot der Sonntagsheiligung bedeutet mehr: Gott zu ehren, indem der Mensch aus seinen alltäglichen Geschäften einmal aussteigt, um Gott in besonderen Maße Zeit und Raum in seinem Leben einzuräumen. Oder wie es der Theologe Hermann von Bezzel sagte: „Nicht das weiht den Sonntag, dass du an ihm nichts arbeitest, sondern das weiht ihn, dass du an ihm Gott ganz besonders für dich und in dir arbeiten lässt."

Was geht mich das an?, kann derjenige fragen, der nicht an Gott glaubt, um dann gleich im Anschluss freie Ladenöffnungszeiten für den Sonntag zu fordern. Doch wer so denkt, übersieht Wesentliches: Der Sonntag dient nicht nur der Ehre Gottes, sondern ebenso der Würde des Menschen. Wie Gott nach der Schöpfung ruhte, so soll auch der Mensch an einem Tag in der Woche ausruhen dürfen. Das nicht nur für die Arbeit da sein zu müssen, ist Teil der Menschenwürde. Und diese Würde gilt es zu schützen. Mit dem Schutz des Sonntags wie mit vielen anderen Gesetzen, die auch nicht infrage gestellt werden – warum dann immer wieder der Sonntagsschutz?

Im Evangelium ist das Jesuswort überliefert: Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat. Jesus wandte sich damit gegen eine zu strikte Auslegung zahlreicher Sabbatgebote. Der Satz dient aber auch für den Schutz des Sonntags, um die Menschen zu schützen: Der Sonntag ist für den Menschen da – für freie Zeit, für Zeit mit Gott, für Zeit mit der Familie. Deshalb gilt es den Sonntag auch zu schützen.


 

„Wer war der erste Mann?“, will die Religionslehrerin wissen. „Adam“, ruft Melanie.
„Prima, und wer war die erste Frau?“ – „Seine Mutter natürlich!“

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