Kirche Lößnitz - Affalter informiert: Aktuelle Infos Glaubensleben 11. September
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Geschrieben von: Gastautor   
Sonntag, den 11. September 2011 um 00:00 Uhr

Ein neues Jahrhundert

10 Jahre neuer Terror

„Jetzt beginnt das 21. Jahrhundert", schrieb der amerikanische Schriftsteller Paul Auster bald nach dem 11. September 2001. Seine vierzehnjährige Tochter wollte an diesem Tag um 16.00 Uhr Ortszeit zum ersten Mal alleine mit der U-Bahn durch New York nach Hause fahren.

Ground-Zero - ein Kreuz aus Stahlträgern

Das ging aber nicht, denn die U-Bahnen hatten ihren Verkehr eingestellt. Das Mädchen kam bei Freunden unter.

Andere schrieben kleine Requiems wie die schwarze Literaturnobelpreisträgerin von 1993, Toni Morrison: „Ich habe euch nichts zu geben", schrieb sie an die über 5.000 Toten, „außer diese Geste aus Worten. Ich möchte euch in meinen Armen halten, und den Geist der Ewigkeit verstehen, seine entfesselte Erlösung." Der 11. September 2001 ist der Tag für die Vereinigten Staaten von Amerika – und in der Folge der Tag für die westliche Welt. Die Bedrohung liegt nun nicht mehr in frontalen Kriegsangriffen, sondern in Untergrundattentaten.

Wohl fast jeder Mensch weiß auch zehn Jahre danach noch, an welchem Ort er oder sie zum ersten Mal von diesen bis dahin unfassbaren Taten gehört hat; ich selbst im Zahnarztstuhl kurz nach 15.00 Uhr unserer Zeit. Der Zahnarzt kam zu spät, weil er zu Hause erst noch die Bilder im Fernsehen verfolgte. Nach 17.00 Uhr dann gab es in Deutschland nur noch ein Programm in den vielen Rundfunk- und Fernsehprogrammen: Die Anschläge in Amerika. So ging es noch tagelang weiter. Und wenn wir heute „Afghanistan" oder „Irak" hören und lesen, dann führt von da eine gerade Linie zurück zum 11. September 2001, an dem ein unverwundbar scheinender Teil der Welt zu einem Haufen Asche versank. Ein barbarischer Anschlag, aus unserer Sicht; ein Triumph aus der Sicht derer, die sich beleidigt und erniedrigt fühlten und jedes Recht zu allem auf ihrer Seite wissen.

Lernt man etwas aus so einem Tag? Amerika, so scheint es mir, ist immer noch sehr verunsichert. Alles und jedes wird mehrfach überwacht. Jeder könnte irgendwie verdächtig sein. Manche sprechen schon von Hysterie. Aber auch unser Land ist in gewissen Bereichen sehr nervös. „Sauerland-Attentäter" und „Kofferbomber" auf dem Kölner Hauptbahnhof zeigen, dass diese Nervosität und deutlichere Überwachungsmaßnahmen gerechtfertigt sind. Frieden kann man allgemein sagen, kommt nur aus Gerechtigkeit. Wer jedoch den Frieden nur zu seinem Preis will, wird die Welt wohl noch lange in Unruhe halten. Wem kann es gelingen, Selbstmordattentäter von ihrem Tun abzubringen? Wer kann diesen Wahnsinn stoppen?

Quelle Bild: KNA-Bild


 
„Warst du in der Kirche auch schön brav?“, will die Mutter von der kleinen Monika wissen. „Natürlich, Mama, ich habe auch höflich ,Nein danke’ gesagt, als mir ein Mann einen Beutel voll Geld angeboten hat."
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