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Anmeldung
| Hunger |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 12. Oktober 2011 um 00:00 Uhr | |||
Hunger?Hunger schreit!Schreit zum Himmel! Doch dieser Schrei verklingt oft ungehört.
Zu sehr sind wir an die frustrierenden Nachrichten gewöhnt; sind wir abgestumpft durch die offensichtliche Machtlosigkeit, auf die Lebensverhältnisse in den Hungerregionen Einfluss zu nehmen. Auf dem Welternährungsgipfel von Rom legten die versammelten Staaten 1996 das feierliche Versprechen ab, die Zahl der Hungernden in der Dritten Welt – rund 823 Millionen Menschen – bis 2015 auf die Hälfte zu senken. Erfolge zeigen sich bei der Bekämpfung extremer Armut: Mussten 1990 noch 1,8 Mrd. Menschen – fast die Hälfte der Bevölkerung der „Dritten Welt" – mit weniger als 1,25 US-Dollar am Tag auskommen, so waren es 2005 nur noch ein gutes Viertel. Weit geringer sind die Fortschritte bei der Eindämmung des Hungers. Der Anteil unterernährter Menschen konnte im Zeitraum von 1990 bis 2007 lediglich von 20 auf 16 % gesenkt werden. In zahlreichen Ländern hat sich die Ernährungslage sogar deutlich verschlechtert – häufig das Ergebnis von Kriegen oder Naturkatastrophen. Im Vergleich der großen Erdregionen ist der afrikanische Kontinent südlich der Sahara am stärksten dem Hunger ausgeliefert. Hunger müsste nicht sein. Hunger ist die Folge einer ungerechten Verteilung. Doch solange wir daran glauben und festhalten, dass jeder für die eigene Situation verantwortlich ist und wirtschaftlicher Erfolg gerechter Ausdruck von Geschick und Umsichtigkeit ist, solange gibt es Spielraum für schmutzige Machtspiele und das hemmungslose Durchsetzen von Eigeninteressen. In der Regel kommen dafür nicht die Verantwortlichen solcher Geschäfte oder politischen Machenschaften auf, „bezahlen" müssen meist die Schwächsten – Alte, Mütter und Kinder. Quelle Foto: KNA-Bild
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