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Geschrieben von: Gastautor   
Mittwoch, den 18. Januar 2012 um 00:00 Uhr

Sie, Du, Ich: Gottesüberbringer

die Pfarrer

Vor kurzem war ich zu Gast im Religionsunterricht einer 7. Klasse. Die Schülerinnen und Schüler schrieben auf, was ihnen zum Stichwort „Pfarrer" einfiel.

Pfarrer

Anschließend wurden die Einfälle zusammengetragen. Eine Schülerin sagte: „Ein Pfarrer, das ist ein Gottesüberbringer." Treffender hätte sie es nicht sagen können. Denn so soll es sein. Das ist der eigentliche Auftrag der christlichen Gemeinde: Gott zu den Menschen zu bringen – mit Herz, Mund und Händen. Und das ist auch das Ziel, das ich bei all meinem Dienst in dieser Gemeinde habe.

Ich habe der Klasse dann aus dem Alltag eines Gemeindepfarrers erzählt und dabei auch manches gerade rücken können: Nein, wir sind keine Heiligen. Nein, wir sind nicht die Chefs der Gemeinde. Und: Nein, wir arbeiten selten ganz allein – weder im Gottesdienst, noch sonst. Viele andere sind beteiligt und sind wichtig, damit die Gemeindearbeit gelingt und die Gemeinde lebendig ist. Vor allem: Diese vielen anderen sind auch Gottesüberbringer. Zusammen mit uns. Gottesüberbringer oder Gottesüberbringerin – haben Sie sich selbst schon einmal so betrachtet? Vielleicht staunen Sie über diesen Titel. Aber er trifft voll und ganz zu auf alle, die in unserer Gemeinde mitarbeiten.

Und Sie, du, ich – wir alle werden von anderen wahrgenommen als Repräsentanten der Gemeinde. „Wir sind die einzige Bibel, die die Öffentlichkeit noch liest", habe ich vor einiger Zeit gelesen. Wir sind Botschafterinnen und Botschafter Gottes. Man könnte auch sagen: Engel. Denn die sind ja nichts anderes als eben Gottesüberbringer. Also: Ob wir wollen oder nicht – in unserem Glauben und Denken, in unserem Tun und Lassen wird Gott erkennbar – oder eben nicht.

Gottesüberbringer zu sein, das ist eine große Herausforderung. Und zugleich eine lohnende und zutiefst sinnvolle Aufgabe. Denn viele Menschen sehnen sich danach, etwas gebracht zu bekommen von dem großen Schatz, den Gott uns fürs Leben gibt: Glaube, Hoffnung und Liebe. Und wir können davon austeilen! Gott traut uns das zu. Und es geschieht ja schon unter uns in mannigfaltiger Weise. Offensichtlich oder ganz im Verborgenen. Auch letztes Jahr war Gott da. Wurde mitten in unserer Gemeinde überbracht.

nach Annegret Helmer

Quelle Foto: KNA-Bild


 
„Bin ich verbunden mit der Nummer eins, eins, eins, eins, null?“ – „Nein, hier ist die elf einhundertzehn.“ – „Oh, dann habe ich mich verwählt. Entschuldigung!“ – „Macht nichts, das Telefon hat sowieso gerade geklingelt.“
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