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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 00:00 Uhr | |||
Was bringt uns weiter?Alles ist erlaubt – aber nicht alles nützt. Alles ist erlaubt – aber nicht alles baut auf. Denkt dabei nicht an euch selbst, sondern an die anderen. (1. Korinther 10,23-24)Das ist eine sehr weise verpackte Warnung des Apostels Paulus. In unseren Worten klingt sie wie die Warnung Friedrich Dürrenmatts (1921–1990), der in seinem Theaterstück „Die Physiker" sagen lässt: Was gedacht wird, kann früher oder später auch gemacht werden.
Weil das aber hoch gefährlich werden kann für alle Lebewesen, muss sich der Mensch selbst Grenzen setzen, wenn er die Grenzen Gottes schon nicht beachtet. Die klügste Grenze ist: Der andere, die andere. Was mir nützt, nützt einem anderen noch lange nicht. Was mich aufbaut, kann eine andere niederdrücken. Was mir schadet, kann einem anderen sehr nützlich sein. Nichts ist so einfach, wie es aussieht. Darum brauche ich Grenzen. Die besten liegen seit Jahrhunderten beschlossen in den Zehn Geboten. Sie denken in allem an mich und die anderen. Sie wissen, was nützt und aufbaut – aber auch, was zerstört und Unfrieden bringt. Wer sein Leben in tätiger Vernunft leben will, darf darum den Glauben nicht gering achten. Ich glaube, dass die Gebote uns zur Vernunft bringen können. Leider sind aber auch sie nie eindeutig. Viele Menschen zu ganz unterschiedlichen Zeiten haben mit den Geboten gerungen und sich gefragt, was nützt und aufbaut. Die Gebote stammen aus einer bestimmten Zeit. Ihre Zeitlosigkeit erhalten sie, weil Menschen mit ihnen ringen, wirklich ringen, und sich immer wieder fragen: Was nützt? Was schadet? Diene ich anderen, wenn ich dies oder jenes beachte? Ist es besser, ich lasse etwas sein? Dieses Nachdenken nimmt uns niemand ab. Es ist Teil menschlicher Würde. Der denkende, suchende, um das Beste ringende Mensch ist Ebenbild Gottes. Quelle Bild: D.Groß
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