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| Qumran Jubiläum |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 08. Februar 2012 um 00:00 Uhr | |||
65 Jahre Entdeckung der Schriftrollen von Qumranälteste bekannte HandschriftenIm Februar 1947, vor 65 Jahren, fand der Beduine Mohammed Ad-Dib 1,3 Kilometer nördlich der Ruinenstätte Qumran im Westjordanland eine Höhle mit Schriftrollen.
Dass er diese beim Suchen einer entlaufenen Ziege entdeckt habe, gilt heute als Legendenbildung, da seine Familie schon vorher mit archäologischen Funden handelte. In den folgenden neun Jahren fand man unter sachkundiger Leitung in insgesamt elf Felshöhlen rund 15.000 Fragmente von etwa 850 Rollen aus dem antiken Judentum, vorwiegend aus Pergament und Papyrus, eine Rolle auch aus Kupferblech. Die gefundenen Fragmente wurden von mindestens 500 verschiedenen Schreibern zwischen 250 v. Chr. und 40 n. Chr. beschriftet. In verbindung gebracht wurden die Funde mit der „Gemeinde von Qumran" in der Nähe der Höhlen. Der Ursprung dieser „Gemeinde" ist bis heute nicht unumstritten. Wahrscheinlich waren es jüdische Priesterkreise, die sich im zweiten vorchristlichen Jahrhundert aus Protest gegen die Hasmonäer aus der Gesellschaft zurückzogen. Sie wollten sich durch besondere Treue zum Gesetz auf die nahe Messias-Zeit vorbereiten: Der kommende König werde Priester sein wie sie und das Volk vom Heiligtum her erneuern. Rund ein Drittel der gefundenen Texte beinhalten Texte der hebräischen Bibel, unseres Alten Testaments, besonders Prophetenbücher (eine 7,3 m lange Rolle des Jesajabuches war nahezu unbeschädigt) und das fünfte Buch Mose. Die Funde sind die ältesten bekannten Handschriften der Bibel. Sie geben Einblick in das Werden der Bibel: Wir erfahren so, welche Teile der Bibel damals schon „fertig" waren, was später noch verändert oder ergänzt wurde. Die meisten Rollen und Fragmente sind heute im „Schrein des Buches" in Jerusalem zu sehen. Quelle Bild: A.Sobkowski
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