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Anmeldung
| Nächstenliebe |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 22. Februar 2012 um 00:00 Uhr | |||
Praktiker der NächstenliebeNachahmung empfohlenDas christliche soziale Wirken erlebt eine bis heute fortdauernde Blüte seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Die fortschreitende Industrialisierung mit ihren zahlreichen menschenunwürdigen Begleitumständen veranlasste viele Menschen aus christlicher Nächstenliebe heraus diakonisch, aber auch politisch tätig zu werden. Als herausragende Beispiele seien genannt: Der gelernte Schuhmacher Adolf Kolping (1813–1865) lernte als Geselle das menschenunwürdige Elend der Handwerksgesellen kennen. Als Priester gründete er deshalb – nach Wuppertaler Vorbild – den Kölner Gesellenverein, um jungen Männern in ihrer Armut, ihrer Verelendung und Ausbeutung beizustehen – die Keimzelle des heute international tätigen Kolpingwerkes. Der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern (1808–1881) lernte als Lehrer im Hamburger Stadtteil St. Georg das Elend und die Armut der dort Lebenden kennen. Er gründete ein Haus für verwahrloste Kinder („Rauhes Haus“). Als er seine Tätigkeit über Hamburg hinaus ausbreitete, entstand daraus die „Innere Mission“, die sich dem Kampf gegen das soziale Elend widmete und zur Vorläuferorganisation des Diakonischen Werkes wurde. Friedrich von Bodelschwingh (1831–1910) übernahm 1872 die Leitung des Diakonissen- und Pflegehauses für epileptische Kinder in Bethel und baute es aus. Später nahm er sich der Nichtsesshaften an und wollte ihrer Verelendung abhelfen. Er schuf mit dem Verein „Arbeiterheim“ in der Nähe von Bethel eine Eigenheimsiedlung für Arbeiter und wurde somit zum Vorbild für den sozialen Wohnungsbau. Als Bodelschwingh starb, hatte er aus dem Nichts das größte diakonische Werk der Welt aufgebaut. Der Mainzer Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler (1811–1877) gilt als Begründer der Katholischen Soziallehre und erhielt den Beinamen „Arbeiterbischof“. Er wurde stark von Adolf Kolping beeinflusst und gründete die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung. Sein unermüdlicher Einsatz seit seiner ersten Kaplanstelle in Beckum galt der Linderung des Elends, das durch Armut und mangelnde Ausbildung hervorgerufen wurde. Quelle Bild: D.Kremer
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