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| Die Biege machen |
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| Geschrieben von: Gastautor | |||
| Mittwoch, den 24. Juni 2009 um 00:00 Uhr | |||
Die Biege machen
Wenn das Kind in der Wiege liegt, sind die Vorsätze groß. Natürlich – gute Ernährung. Sicher – fundierte Bildung. Und klar – christliche Erziehung gehört auch dazu, Werte wollen gelebt und im Grund gelegt sein. Doch mit der Muttermilch, die für ein Neugeborenes passt, wird ein Kind von sechs Monaten nicht mehr satt – der Körper der Mutter stellt sich darauf ein. Nicht alles, was das Kind ein Leben lang brauchen wird, wird in praktischen Gläschen von namhaften Markenherstellern angeboten. Die erste Klasse endet mit einem hoffentlich glücklich-stolzen Kind, aber noch nicht mit dem geglückten Schulabschluss. Nicht alles lässt sich an die Lehrer abwälzen: Damit Eltern Ansprechpartner bleiben, müssen sie sich noch weitere Schuljahre mit auf die Hinterbeine setzen. Mit der Taufe ist auch nicht mehr als ein guter Anfang gemacht. Das Taufkleid, mit dem man Christus angezogen hat wie ein neues Gewand, ziept und kneift spätestens in der Pubertät. Eltern und Paten erhalten bei der Taufe das Licht der Osterkerze, um dem Täufling zu leuchten – und merken manchmal nicht, wenn daraus eine Tranfunzel geworden ist. Nicht alles lässt sich an die Profis in der Kirche und im Religionsunterricht abschieben: Religiöse Erziehung lebt von der eigenen Auseinandersetzung mit dem Glauben, die man den eigenen Kindern verantwortungsvoll mitteilen kann. Wer bei schwierigen Fragen des Glaubens nicht die Biege macht, braucht niemanden, der das für ihn wieder hinbiegt. Quelle Bild: T.Plaßmann
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