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Geschrieben von: Gastautor   
Montag, den 01. Juni 2009 um 00:00 Uhr

Fünfzig!

So heißt kurz und knapp eines der wichtigsten Feste der Christen. Glauben Sie nicht? Doch, Sie kennen es alle. Ich meine: „Pfingsten“, kommt vom griechischen „Pentekoste“ und das heißt ganz einfach: Fünfzig! Gemeint sind 50 Tage nach Ostern. Ja, und so kurz und seltsam sein Name ist, so sehr fristet Pfingsten ein Mauerblümchendasein unter allen kirchlichen Festen: Dabei gäbe es kein einziges kirchliches Fest ohne es. Denn ohne Begabung mit dem Heiligen Geist wären die Jünger rückwärtsgewandte Menschen geblieben, hätten Gedenkfeiern auf Jesus abgehalten, aber keine Gemeinde gegründet.

Pfingsten

 

Doch könnten Sie die Frage beantworten: „Was ist der Heilige Geist?“ Nein? Sie sind in guter Gesellschaft. Denn auch Lukas beantwortet in seiner Pfingstgeschichte diese Frage nicht. Er sagt höchstens: „Heiliger Geist ist wie Feuer, wie Sturm.“ Ihn interessiert, wie der Heilige Geist wirkt. Und wie wirkt er? Er verändert Menschen. Aus stummen Jüngern, die sich von Jesus verlassen fühlen, werden Begeisterte, die öffentlich das Wort ergreifen. Die Erntefestgemeinde, die in Jerusalem wie gewohnt feiern will, wird aufgestört. Ein anderer Wind weht da, kein Gottesdienst hinter verschlossenen Türen, Gottes Geist hat etwas gegen geschlossene Gesellschaften, reißt Fenster und Türen auf und drängt zur Mitteilung. Und dieser Geist zielt auf Verständlichkeit. Das Reden der Jünger kann jeder verstehen: „Sie loben die großen Taten Gottes!“, staunen die Hörer. So wirkt der Heilige Geist. „Wirkt“? Muss ich nicht schreiben: „Wirkte“? Nein! Auch wenn oft genug versucht wurde, die wilde Taube des Geistes zu einem flügellahmen Vogel zu machen, der Heilige Geist wirkt weiter. Vielleicht nicht mit vielen Worten oder ganz ohne welche, doch er wirkt in den Menschen, die ihn durch ihr Leben hinein in die Welt tragen.

Quelle Bild: alphapress


 

Wer mit Gott rechnet und auf ihn zählt, der weiß, was die Stunde geschlagen hat. Wer weiß, wem die letzte Stunde gehört, der braucht den nächsten Augenblick nicht zu fürchten.
(Peter Hahne)

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