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| JPs Blog - März 2011 |
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Geschrieben von: Jugendpfarrer Dr. Bartels - auch als RSS-Feed: |
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| Samstag, den 26. Februar 2011 um 18:35 Uhr | |||
Abgefahren!
Schon Wochen vorher quälen sich manche Konfis mit der Frage herum, mit wem sie auf einem Zimmer landen. Gibt es wirklich nur Vier-Bett-Zimmer? Gibt es nicht doch noch irgendwo ein Zwei-Bett-Zimmer? Manche reisen bereits Stunden vorher an, um sich das beste Zimmer auszusuchen – und sich anschließend erst mal mit Naschwerk, Chips und Energy Drinks einzudecken. Wenn sie dann mit vollen Einkaufstüten vom Supermarkt zurückkommen, werden die Mitarbeiter leicht nervös, denn sie wissen: Jeder Energy Drink nach 18:00 Uhr verkürzt die Nachtruhe um durchschnittlich 1,27 Stunden. Als nächstes stellen manche Konfis voll Entsetzen fest, dass es im ganzen Rüstzeitheim nicht einen einzigen Fernseher gibt! Nicht mal einen ganz kleinen! Dann können wir ja am Montag gar nicht Fußball gucken! Wo sind wir hier bloß gelandet? Irgendwie gelingt es Konfis und Mitarbeitern dann doch meistens, die Rüstzeit zu überstehen, auch ohne Fernseher, Nachtruhe und Zwei-Bett-Zimmer. Und am Ende sind meistens alle ganz traurig, dass die Zeit schon wieder zu Ende ist. Auch die Mitarbeiter. Auch ich.![]() Schon beim Kennenlernenabend kann man unglaublich viel Spaß haben – wenn man das Glück hat, eine Expertin für witzige Kennenlernspiele im Team zu haben, wie Annegret Pilz es ist. Stille Zeit noch vor dem Frühstück und auf den Zimmern, das gibt auch denen eine Chance, mal was zu sagen, die sonst nie was sagen. Bibelarbeiten mit kreativen Arbeitsmethoden erlauben es, sich den biblischen Texten viel intensiver zu nähern als sonst. An der Gestaltung des inzwischen schon traditionellen „Werkstattgottesdienstes“ sind alle in irgendeiner Form beteiligt. Dasselbe gilt natürlich für die vielen Freizeitaktivitäten: Rodeln, Wandern zur Sprungschanze, Crazy Winter Games (deutsch: Quatscholympiade im Schnee) und natürlich der Bunte Abend mit herrlich abgefahrenen Wettkämpfen wie Luftgitarre spielen, Staffellauf mit Apfelringen, Eierlauf mit rohen Eiern und Trockenes-Toastbrot-Mampfen auf Zeit (schwieriger als man meint, weil einem schon nach wenigen Bissen die Spucke wegbleibt!). Und in alledem geschieht jedes Mal eine wunderbare Verwandlung: Das Zwei-Bett-Zimmer wird unwichtig, weil neue Freundschaften entstehen. Der Fußball wird unwichtig, weil der Bunte Abend genau genommen mindestens genau so abgeht. Die Nachtruhe... nun ja, die wird halt geopfert, weil einem noch die quirligsten Konfis doch irgendwie ans Herz wachsen. ![]() Sichtbar wird diese Verwandlung dann am letzten Tag, wenn wir zur Segnung einladen. Dann dauert es meist gar nicht lange, und es beginnt ein regelrechter Run Richtung Altar, zu den provisorischen Knieknissen, die dort bereit liegen. Und dann denke ich: Vielleicht hat die Konfirmandenzeit, die meistens sehr mühsam ist, ja doch was gebracht. Wobei es meistens wohl die Rüstzeit selbst ist, die daran den größten Anteil hat. Und weiter denke ich: Hoffentlich hält das alles bei möglichst vielen an! Ich wünsche es mir – und euch, liebe Konfis!
Wir sehen uns - zum Beispiel hier:
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