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Geschrieben von: Gastautor   
Freitag, den 19. Februar 2010 um 12:38 Uhr

Trennung von Kirche und Staat

Das Kreuz mit dem Kreuz

Einlagern statt aufhängen? Debatte um Kruzifixe in Gerichtssälen

Cimabue - Kreuzigung  aus Santa Croce in Florenz

Das Land- und Amtsgericht in Düsseldorf wird neu gebaut, Anfang März werden die Räume bezogen. Es ist ein moderner Bau – in dem fortan keine Kreuze mehr an den Wänden hängen sollen. Diese Entscheidung aber wird von Politikern massiv kritisiert. Und die Kommentatoren großer Landeszeitungen zweifeln an dem Sinn der Entscheidung.

Vor wenigen Tagen hatten die Präsidenten des Düsseldorfer Land- und Amtsgerichts entschieden, dass in dem neuen Justizgebäude keine Kreuze mehr an den Wänden der Verhandlungssäle hängen sollen. Bislang war dies der Fall. Doch die Kruzifixe sollen nach dem Umzug eingelagert werden.

Diese Entscheidung führte nun zu einer heftigen Debatte – und Kritik etwa durch die nordrhein-westfälische Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter. Die CDU-Politikerin forderte die Verantwortlichen beim Düsseldorfer Land- und Amtsgericht auf, ihre Entscheidung "noch einmal zu überdenken". Wie Müller-Piepenkötter am Donnerstag mitteilte, wolle sie weder auf die Anbringung von Kreuzen noch auf die Entfernung solcher Symbole christlichen Glaubens Einfluss nehmen. Dennoch, sie trete dafür ein, "dass Kreuze nur im Einzelfall abgehängt werden, wenn einer der Prozessbeteiligten hieran Anstoß nimmt".

Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) erklärte, er hätte sich "eine andere Entscheidung der Gerichte gewünscht". Das Kreuz stehe "für die christlich-abendländischen Werte", auf denen unser Gemeinwesen basiere, wird Rüttgers in der "Süddeutschen Zeitung" zitiert.

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, hält einen Verzicht auf die Kreuze für falsch. Laut Katholischer Nachrichtenagentur (KNA) sagte er: "Wir müssen uns auch vor Selbstsäkularisierung hüten." Die Zahl derer, die das Kreuz im Gericht nicht ertragen können, sei offenbar sehr gering. Der Generalvikar des Erzbistums Köln, Dominik Schwaderlapp, verurteilte das Vorgehen der Düsseldorfer Gerichte. Wer Kreuze aus Gerichtssälen entferne, trenne demonstrativ unsere Rechtsordnung von ihren Wurzeln: "Dadurch kann die Rechtsordnung gefährdet werden."

Quelle Artikel: Pro - das Christliche Medienmagazin - den ganzen Artikel finden Sie hier.


 
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