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Geschrieben von: Gastautor   
Montag, den 22. Februar 2010 um 14:36 Uhr

Tag der verfolgten Christen

Gedenktag am Sonntag Reminiscere, den 28. Februar 2010

Moschee

Die evangelische Kirche hat erstmals bundesweit zu einem "Tag der verfolgten Christen" aufgerufen. Mit dem Gedenktag soll für das weltweite Leiden von Christen durch Religionsverfolgung sensibilisiert werden, wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Mittwoch in Hannover mitteilte. Künftig soll der "Tag der bedrängten und verfolgten Christen" regelmäßig am zweiten Sonntag der Passionszeit stattfinden.

In diesem Jahr widmet sich der Gedenksonntag der Situation der Christen im Irak. Auch in Ägypten, Malaysia und Nigeria gab es in den vergangenen Wochen gewaltsame Übergriffe auf Christen und Anschläge auf Kirchen.

Das Christentum ist seit seinen frühen Anfängen im Gebiet des heutigen Irak präsent. Doch die Zahl der irakischen Christen von 1,2 Millionen habe sich in den vergangenen Jahren halbiert. Wie andere religiösen Minderheiten seien sie durch islamistische Terroristen, politische Machtkämpfe und kriminelle Akte an der freien Religionsausübung gehindert und in ihrer Existenz bedroht.

In weiten Teilen des Irak würden Christen aus ihren Häusern vertrieben, ihre Kirchen und Einrichtungen seien Zielscheibe von Anschlägen. Angesichts dieser Entwicklung seien Zehntausende Christen nach Syrien und Jordanien geflohen. Viele seien über das europäische Programm zur Neuansiedlung irakischer Flüchtlinge in die Bundesrepublik gelangt.

Der Gedenktag mit Fürbitten für verfolgte Christen geht auf einen Vorschlag der EKD-Synode 2008 in Bremen zurück: "Das weltweite Leiden von Christen zu nennen ist eine wichtige Aufgabe der Kirche", lautete der Beschluss des Kirchenparlaments. Diesen Vorstoß unterstützten der Rat der EKD und die Kirchenkonferenz als Vertretung der 22 evangelischen Landeskirchen. bereits zuvor hatten Initiativkreise und einzelne Landeskirchen mit einen gesonderten Tag an das Schicksal verfolgter Christen erinnert.

Open Doors meldet:

Heute sind die schätzungsweise 385.000 Christen der Verfolgung krimineller Banden und radikaler Islamisten ausgesetzt, die scheinbar den Irak von "Ungläubigen reinigen" wollen. Sie führen einen brutalen Kampf gegen Christen, die sie als Verbündete des Westens ansehen. Die Meldungen über Einschüchterungen, Demütigungen, Entführungen, Folter, Vergewaltigungen und Zwangsverheiratungen von Christinnen oder die Zerstörung von Kirchen reißen nicht ab. 


 
In der Freiheit ist zwar das Verderben groß, das völlige Verderben möglich. Ohne Freiheit aber ist das Verderben gewiss. (Karl Jaspers)
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