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Geschrieben von: Gastautor   
Dienstag, den 31. Januar 2012 um 00:00 Uhr

Die Haushalte von morgen

Eine Prognose

Die zahlenmäßige Entwicklung der Haushalte wird in erster Linie durch demographische Faktoren bestimmt, insbesondere durch die Zunahme der Lebenserwartung, die Geburtenhäufigkeit und die Zuwanderung von außen.

Haushalte

Sie hängt vom Verhalten der Menschen ab, vor allem von ihrer Bereitschaft, zusammenzuleben und Familien zu gründen. Und sie hat nicht zuletzt auch einen wirtschaftlichen Hintergrund: Die Einrichtung eines selbstständigen Haushalts setzt ein gewisses Maß an finanzieller Unabhängigkeit voraus.

In Deutschland nimmt die Zahl der Haushalte schon seit Jahrzehnten zu. 1950 gab es in West- und Ostdeutschland zusammen 21,6 Millionen Haushalte, die im Durchschnitt aus 3 Personen bestanden. 2005 war die durchschnittliche Haushaltsgröße auf 2 Personen zurückgegangen, die Zahl der Haushalte dagegen auf 39,2 Millionen gestiegen. Für die künftige Entwicklung der Haushalte (bis zum Jahr 2025) geht das Statistische Bundesamt davon aus, dass sich der Trend zum kleineren Haushalt fortsetzt: Mit weiter steigender Lebenserwartung wird es mehr Ein- und Zweipersonenhaushalte älterer Menschen geben; zudem leben auch die jüngeren und mittleren Jahrgänge immer häufiger in Kleinhaushalten, da die Heiratsneigung sinkt, weniger Kinder geboren werden und Partnerschaften mit getrenntem Haushalt zunehmen.

Unter diesen Voraussetzungen steigt die Anzahl der Privathaushalte bis 2025 auf 40,5 Millionen. Dieser Zuwachs resultiert allein aus der Zunahme der Ein- und Zweipersonenhaushalte, während die größeren Haushalte an Boden verlieren. Die durchschnittliche Haushaltsgröße schrumpft rein rechnerisch auf 1,95 Personen je Haushalt. Bestanden 2005 knapp 38 % aller Haushalte aus einer alleinlebenden Person, so sind es 2025 schon 41 %. Der Anteil der Zweipersonenhaushalte steigt im gleichen Zeitraum von 34 % auf 37 %. In nicht allzu ferner Zukunft entfallen also fast acht von zehn Haushalten auf jüngere Singles, Paare ohne Kinder, Alleinerziehende mit einem Kind oder aber ältere alleinstehende Menschen. Der Anteil der Haushalte mit drei oder mehr Personen sinkt dagegen von 29 % (2005) auf nur noch 22 %.

Quelle Bild: Erich Schmidt Verlag


 
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