Glockenbaustelle XIX

Geschrieben von Sören Wittstock am .

Glockenbaustelle - Teil 19

Uhr und Holz

Der Klang der neuen Glocken klingt schon fast wieder vertraut, aber nun wissen die Lößnitzer auch wieder, welches Stündlein geschlagen hat.

nicht mehr zeitlos: die Uhr

Seit letzter Woche zeigt die Kirchturmuhr wieder die aktuelle Zeit und der Hammerschlag verkündet auch wieder viertel und volle Stunde. Noch bleibt zu beobachten, ob die Uhr auch zuverlässig ihren dienst übernommen hat. Wer in der Bauphase das Gerüst im Turm hochklettern musste, weiß die neue Treppe zur Glockenstube erst richtig zu schätzen.

So frisch und neu muss es wohl auch 1826 ausgesehen haben, als die Kirche geweiht wurde. Der Boden unter der Glockenstube hat neue Dielen bekommen, noch eine Etage tiefer ist der Boden komplett neu.

Das Uhrwerk ist wieder mit den Ziffernblättern verbunden. Sauber in einem Schutzrohr verlegt und durch die Treppe geführt, zieht sich die Welle bis hoch ans Verteilergetriebe oberhalb der mittleren Glocke.

An der kleinen und mittleren Glocke sind die Hämmer für Viertel-, Halb- und -stundenschlag angebracht. Durch kleine Löcher im Boden kommen die zugehörigen Zugseile vom Uhrwerk nach oben.

Die größte Augenweide ist natürlich der neue Aufgang mit einer Treppe wie aus der Werbezeitschrift. Oben ist nun auch ein Geländer angebracht und eine Luke schützt vor unfreiwilligem Tiefgang. Sogar ein Gegengewicht ist an der Luke angebracht, damit sie leichter geöffnet werden kann.

Weiter hoch ging es dann doch erstmal nicht. Der Aufgang zum Glockenspiel ist weiterhin nur per Leiter möglich. Auch das Schließen und Öffnen der Glockenjalousien bedarf noch einiger Vorbereitungsarbeiten.

Zehn Bilder von der Baustelle:

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