Jehmlich-Orgel der St. Johanniskirche Lößnitz

Größte romantische Orgel des Erzgebirges

Orgel von der Kanzel aus gesehenDie im Jahre 1826 eingeweihte Lößnitzer St. Johanniskirche erhielt mit ihrer Orgel, die von Orgelbaumeister Christian Gottlob Steinmüller aus Grünhain erbaut wurde und 32 Register besaß, schon ein recht beachtliches Werk.

Leider waren schon nach reichlich 70 Jahren einige Register unbrauchbar geworden. Da diese Orgel auch als nicht ausreichend für den großen Kirchenraum empfunden wurde, entschloss man sich eine neue Orgel anzuschaffen.

Die Voraussetzung dafür hatte man schon 1886 durch die Vergrößerung des Orgelchores geschaffen. Bei diesem Umbau mussten im Eingangsbereich des Mittelschiffes zwei weitere Säulen eingestellt werden. Den Auftrag für den Orgelneubau erhielt die Firma Gebrüder Jehmlich, Hoforgelbauer in Dresden.

Am 3.September 1899 konnte die neue Orgel in einem festlichen Gottesdienst eingeweiht werden. Das mächtige Orgelwerk gehört zu den größten Orgeln in Sachsen.

Es ist eine "romantische Orgel", die bis heute in ihrem ursprünglichen Zustand, in Disposition und Klangbild, erhalten geblieben ist und somit eine Besonderheit in der sächsischen Orgellandschaft darstellt. Sie ermöglicht das Spielen von moderneren und klanglich dem damaligen Musikverständnis entsprechenden Orgelmusiken ebenso wie die Darbietung der traditionellen barocken Kompositionen.

Manuale und Register der Jehmlich-Orgel LößnitzDas pneumatische Orgelwerk, das dem Wunsch nach einem leicht spielbaren Werk nachkommt - die Übertragung des Tastendruckes auf die einzelnen Orgelpfeifen erfolgt durch Druckluft - besitzt 55 Register, 46 mechanische Züge und viele Spielhilfen, die sich auf drei Manuale und das Pedal verteilen. Von den 3.413 Orgelpfeifen besitzt die größte eine Länge von 4,80 Meter, die kleinste misst nur 13 Millimeter.

Der Entwurf für das Prospektgehäuse stammt vom Architekten Woldemar Kandler aus Dresden - Klotzsche. Ausgeführt wurden die Arbeiten von Lößnitzer Handwerkern und Bildhauern, die die reichen Verzierungen mit Jugendstilornamenten anfertigten. Die Bemalung in verschiedenen Gold- und Bronzetönen wurde vom Lößnitzer Maler Just ausgeführt. Die Lyra, die das Prospekt der Steinmüllerorgel bekrönt hatte, wurde an der Brüstung der Orgelempore angebracht.

Einschließlich der notwendigen Umbauarbeiten kostete die neue Orgel 29.000 Mark. ln einem zeitgenössischen Bericht erfahren wir folgendes Urteil über die neue Orgel der Lößnitzer St. Johanniskirche.

Es ist "ein wahrhaft königliches Instrument in majestätischem Gewände, das das Auge festbannt, dem Ohre mit den zartesten Tönen, den tausendfältigen Stimmenmischungen und dem gewaltigen Brausen des vollen Werkes eine vernehmliche Sprache redet zu allen Gemütsregungen..."

Im Zusammenhang mit der 1988 abgeschlossenen Innenrenovierung der St. Johanniskirche machte es sich notwendig, die Orgel einer Generalreinigung und Reparatur zu unterziehen. Nach den abgeschlossenen Verträgen konnte am Montag, dem 13. Januar 1992 mit dem Ausbau und der Reinigung sämtlicher Orgelpfeifen begonnen werden. In mehrtätigen Einsätzen haben Mitglieder des Kirchenchores, des Posaunenchores, sowie kirchliche Mitarbeiter und Kantor Jens Staude mit seiner Frau Christina, die über 3.000 Orgelpfeifen gereinigt und gewaschen und auch das Orgelinnere und die Windkanäle von Staub und Schmutz befreit. Ab März 1992 begann der Wiedereinbau der Orgelpfeifen, die Generalreparatur und die Neustimmung durch Mitarbeiter der Orgelbaufirma Wünnig aus Großolbersdorf bei Freiberg.

Die Orgelempore der St. Johanniskirche bei Nacht.

Nach Abschluss aller Arbeiten konnte am 7. Juni 1992 dem 1. Pfingstfeiertag, die Orgel wieder eingeweiht werden. Die Reperaturkosten beliefen sich auf 43.000 DM, die durch Spenden und Eigen- und Fördermittel aufgebracht wurden.

von H. Göppert


Gemeindekreise

Christenlehre Kl. 3 in Lößnitz - 23. Februar - 12:30 Uhr
Christenlehre Kl. 5/6 in Lößnitz - 23. Februar - 16:00 Uhr
Posaunenchor - 23. Februar - 18:30 Uhr
Männerkreis - 23. Februar - 19:30 Uhr
Seniorentanz - 24. Februar - 09:30 Uhr
Christenlehre Kl. 2 in Lößnitz - 24. Februar - 11:30 Uhr
Jugendchor - 24. Februar - 18:45 Uhr
Kirchenchor - 24. Februar - 20:00 Uhr
"Auszeit" - 25. Februar - 15:00 Uhr
Kindergottesdienst Alberoda - 26. Februar - 10:00 Uhr

Gottesdienste und Veranstaltungen

Kreativ-Nachmittag - 25. Februar - 15:00 Uhr
2. "Craftword"-Gottesdienst - 26. Februar - 16:30 Uhr
Landeskirchliche Gemeinschaft Lößnitz - 26. Februar - 17:00 Uhr
Landeskirchliche Gemeinschaft Alberoda - 26. Februar - 17:00 Uhr
Anmeldeschluss für Begegnung beim Kegeln - 01. März - 00:00 Uhr
Weltgebetstag der Frauen - 03. März - 19:00 Uhr
Weltgebetstag der Frauen - 03. März - 19:30 Uhr
Pfadfinder - 04. März - 14:00 Uhr
Gottesdienst in Alberoda - 05. März - 08:30 Uhr
Gottesdienst in Affalter - 05. März - 10:00 Uhr