| Sankt-Johannis-Kirche |
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| Geschrieben von: Sören Wittstock | |
| Montag, den 07. September 2009 um 00:00 Uhr | |
Stadtkirche der Bergstadt LößnitzDie Evangelisch-Lutherische St.-Johanniskirche in Lößnitz im Erzgebirge ist einer der größten klassizistischen Sakralbauten Sachsens, die größte, klassizistische Kirche des Erzgebirges. Sie wurde im Jahre 1826 geweiht und ist damit eine der letzten erbauten großen Stadtkirchen des Erzgebirges. Sie ist Wahrzeichen der Stadt und Hauptkirche der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde. Die Geschichte der Lößnitzer Kirche, insbesondere ihrer Vorgängerbauten liegt weitestgehend im Dunkeln. Selbst Pfarrer und Chronist Magister Oesfeld konnte nur mutmaßen, und spricht von einer Missionskapelle, die Johannes dem Täufer geweiht gewesen sein sollte. Daher trägt die Stadtkirche auch seinen Namen. Die mittelalterliche Stadtkirche soll auf eine romanische Basilika zurückgehen, die nach einem Stadtbrand 1383 im gotischen Stil wiederaufgebaut wurde. Die alte Stadtkirche fiel dem großen Stadtbrand vom 10. Dezember 1806 zum Opfer. Ein am Steinweg entstandener Brand fraß sich unaufhaltsam den Berg hinunter und neben 182 Wohngebäuden, 16 Scheunen, der Schule, dem Rathaus, dem Malz- und Brauhaus brannte auch die Kirche bis auf die Grundmauern ab. Erst Jahre nach dem Brand begann man mit Plänen für einen Kirchenneubau. Die ersten Pläne fertigte Inspector Steineck an, der damals Pfarrer in Lößnitz war. Seine Vorschläge bildeten die Grundlage für alle weiteren Pläne. Die neue Kirche sollte viel größer werden als ihre Vorgänger. Endlich sollten alle Gemeindeglieder darin Platz haben. Mit den vielen Einpfarrungen der umliegenden Dörfer wurden 1.800 Sitzplätze gebraucht. Im Jahre 1809 wurden die Pläne Steinecks vorgestellt und eine Kirchenbauinspektion unter Vorsitz des Landesherren, Fürst Friedrich Alfred von Schönburg-Hartenstein gegründet. Carl Friedrich Schorler reichte ein Jahr später weitere Pläne ein. Wesentliches Merkmal seiner Gedanken war den Haupteingang auf die Turmseite zu legen und zwei Emporen zu errichten. Johann Traugott Lohse wurde ebenfalls gebeten Pläne einzureichen. Auf seinen Plan gehen die verglasten Logen um den Altarraum zurück. Um weiteren Platz zu gewinnen wurden drei Emporen gebaut. Noch mehr Informationen über unsere Stadtkirche, über die Zwistigkeiten zwischen Fürst und Bauinspection und die Ausstattung des Innenraums finden Sie im Heft 4 "Die Kirchen der Stadt Lößnitz" der Reihe "Beiträge zur Geschichte der Stadt Lößnitz". Das Heft erhalten Sie im Bürgerbüro der Stadt Lößnitz, oder im Pfarramt. Oder kommen Sie doch zu einer Kirchenführung. Termine können Sie individuell mit dem Pfarramt abstimmen.
Die Südseite der St. Johanniskirche bei Nacht mit Festbeleuchtung des Bronzeglockenspiels. Am 10. Dezember 2009 machte der Adventskalender der TU-Chemnitz die St. Johanniskirche zum Inhalt eines Türchens. Den Beitrag der TU-Wichtel finden Sie hier.
Die drei Eisenhartgussglocken der St. Johanniskirche. Seit dem 8. Februar 2010 läuten die alten Eisenhartgußglocken nicht mehr. Zwei Jahre mußten die Lößnitzer warten, ehe ab dem 12. Februar 2012 neue Bronzeglocken vom Turm der Johanniskireche läuten. Mehr dazu erfahren Sie in unserer Rubrik "Neue Glocken".
BronzeglockenspielDie Turmlaterne beherbergt eines der ältesten Bronzeglockenspiele Deutschlands, bestehend aus 23 Glocken aus der Gießerei Schilling in Appolda. Eigentümer des Glockenspiels ist die Bergstadt Lößnitz. Gewartet und betreut wird das Glockenspiel vom "Verein Lößnitzer Bronze-Glockenspiel e.V.".
Das Lößnitzer Bronzeglockenspiel vom Rathaus aus gesehen.
Ein Blick von unten auf die historische Anlenkmechanik, die Seilzüge und einen Teil der Glocken.
![]() M.Welte & Söhne - Fabrik in Freiburg i. Br.
Im Jahr 2009 feierten wir in Lößnitz 70 Jahre Bronzeglockenspiel. Einen Rückblick auf die Feier erhalten Sie hier. Am 9. September erschien im Onlineangebot der Freien Presse ein Artikel zum Jubiläum des Glockenspiels.
Noch mehr Details über das Glockenspiel bietet der Bronzeglockenspielverein auf seiner Webseite.
Das Glockenspiel bei Nacht, von der Mittelschule aus gesehen.
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